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Osterzgebirge: Unwetter verliert an Kraft

In Freiberg ist noch ein schwerer Wolkenbruch niedergegangen, als die Gewitterfront weiter nach Osten zog, schwächten sich die Niederschläge ab.

In Freiberg hatte das Unwetter einen Parkplatz überschwemmt, sodass die Autos unter Wasser standen und teilweise zusammengeschoben wurden, wie dieses Foto von der FB-Seite Freiberger Wetter zeigt..
In Freiberg hatte das Unwetter einen Parkplatz überschwemmt, sodass die Autos unter Wasser standen und teilweise zusammengeschoben wurden, wie dieses Foto von der FB-Seite Freiberger Wetter zeigt.. © Facebook/Freiberger Wetter

Ein schweres Unwetter ist am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch über das Erzgebirge gezogen. Über Freiberg ist ein Wolkenbruch niedergegangen, der Straßen überschwemmte und Autos unter Wasser setzte. Knapp 100 Liter Regen pro Quadratmeter sind dort binnen einer Stunde gefallen, wie die Facebook-Seite „Freiberger Wetter“ berichtet. Das war aber lokal begrenzt, hat dort aber schwere Schäden angerichtet.

Die Beethovenstraße und Johann-Sebastian-Bach-Straße in Freiberg wurden so stark unterspült, dass sich die Fahrbahn absenkte und sich ein Loch öffnete. Im Bereich der Hüttenstraße kam es zu einem Erdrutsch aus Dreck und Steinen, sodass die Straße kaum noch passierbar war. Auf einem Parkplatz an der Ehernen Schlange hatte sich eine derart große Wassermasse gesammelt, dass viele Fahrzeuge unter Wasser standen und teilweise durch die Wassermassen aneinander geschoben wurden, wie die Polizeidirektion Chemnitz informierte.

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Im Hermsdorf/E. und Hartmannsdorf 25 Liter/Quadratmeter

Das Unwetter hatte schon am Nachmittag im Vogtland getobt und ist dann weiter ostwärts gezogen. Als es das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erreichte, hat es jedoch seine zerstörerische Kraft verloren. Die Niederschlagsmessstationen im Westen des Kreises Hartmannsdorf an der Talsperre Lehnmühle, Hermsdorf/E. und Hartha haben am Dienstagabend über 25 Liter pro Quadratmeter gemessen. Der Schwerpunkt des Unwetters zog in Richtung Nordosten, Nossen und Meißen verzeichneten auch kräftige Niederschläge.

Kuriose Ausnahme in Gottleuba und Fürstenwalde

Im Osterzgebirge ging die Wucht der Gewitterfront zurück. An der Talsperre Malter und in Zinnwald wurden noch 15 Liter auf einen Quadratmeter registriert. Die Messstationen in Pirna und Lohmen kamen auf zehn Liter.

Eine kuriose Ausnahme gab es bei Gottleuba. Dort an der Talsperre fielen 22 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Zehn Kilometer entfernt in Fürstenwalde hat die Messstation null Liter registriert. Solche Unterschiede lassen schon an einen Messfehler denken.

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