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Malter: Baumfällungen im Ex-Kletterpark

Der Sturm hat 2019 den Waldseilpark zerstört. Doch auch Bäume, die davon verschont blieben, haben Schäden.

So sah es 2019 nach dem Sturm im Waldseilpark in Paulsdorf an der Talsperre Malter aus. Die Sturmschäden sind beseitigt, aber es haben sich noch andere Probleme gezeigt.
So sah es 2019 nach dem Sturm im Waldseilpark in Paulsdorf an der Talsperre Malter aus. Die Sturmschäden sind beseitigt, aber es haben sich noch andere Probleme gezeigt. © Egbert Kamprath

Nach dem Sturm Eberhard im März 2019 war der Waldseilpark im Dippser Stadtwald bei Paulsdorf so beschädigt, dass die Betreiber ihn aufgeben mussten. Sie haben den Betrieb eingestellt und ihre Anlagen abgebaut. Der Wald sollte einfach wieder Wald sein, aber er hat noch mehr Schäden davongetragen.

Pachtvertrag mit der Stadt Dipps gelöst

Die Parkbetreiber schwankten nach dem Sturm erst zwischen der Hoffnung auf einen Weiterbetrieb und Bangen vor der endgültigen Schließung, solange bis nach dem Besuch eines Gutachters die Entscheidung gefallen ist: Der Kletterpark muss schließen. Mit Hilfe von Forstunternehmern mit schwerer Technik beseitigten die Betreiber das Sturmholz und ihre Anlagen, die Plattformen und Seile. Mit deren Hilfe hatten sich die Besucher in Höhe der Baumwipfel durch den Wald bewegen können. Der Pachtvertrag mit der Stadt Dippoldiswalde wurde gelöst. Der Waldseilpark war Geschichte.

Allerdings ist Revierförster Matthias Hänel, der im Auftrag der Stadt Dippoldiswalde den Wald bewirtschaftet, nicht zufrieden mit dem Zustand, in dem die Betreiber den Wald zurückgelassen haben. Denn selbst Bäume, die seinerzeit nicht vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden, sind beschädigt.

Angebohrte Bäume, Eisen im Holz

Sie seien für die Errichtung des Seilparks angebohrt worden, dort seien Eisenbefestigungen eingebracht und nicht wieder entfernt worden, erklärte Hänel auf der jüngsten Stadtratssitzung in Dippoldiswalde. Außerdem seien Befestigungen der Kletterplattformen nicht gelockert worden, sodass sie das Wachstum der Bäume hinderten.

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„Es ist noch Eisen im Wald“, sagte der Förster. Die Folge sind Pilzbefall an den Bäumen, die deswegen gefällt werden müssen. Aber dort stehen noch gesunde Bäume, die mit ihren Samen wieder auf ganz natürliche Weise wieder jungen Wald erwarten lassen. „Wir hoffen, dass der Kletterpark wieder richtiger Wald wird“, sagte der Förster.

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