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Keine Bäume mehr an der Rabenauer Straße

42 Bäume ließ die Stadt Dippoldiswalde fällen, ohne Neupflanzungen an dieser Stelle. Die doppelte Anzahl soll aber woanders gesetzt werden.

Hier in der Rabenauer Straße in Dippoldiswalde standen bis vor Kurzem noch Bäume. Aber am Gehweg sieht man, wie die Wurzeln das Pflaster hochgedrückt haben.
Hier in der Rabenauer Straße in Dippoldiswalde standen bis vor Kurzem noch Bäume. Aber am Gehweg sieht man, wie die Wurzeln das Pflaster hochgedrückt haben. © Egbert Kamprath

Ende Februar, gerade noch rechtzeitig bevor die Schonfrist für Bäume beginnt, ließ die Stadt Dippoldiswalde die Straßenbäume entlang der Rabenauer Straße in Dippoldiswalde fällen. 42 Bäume mussten jetzt weichen. Was wird nun dort, erkundigten sich Leser bei Sächsische.de.

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Jetzt beginnen erst einmal die Planungen für die Beseitigung der Pflanzstellen und die Erneuerung des Gehwegs, wie Linda Knetsch, Sprecherin der Stadtverwaltung, mitteilte. Künftig kommen aber keine Bäume mehr direkt an die Rabenauer Straße. Das hat sich nicht bewährt. Denn auch die Bäume, die jetzt umgesägt wurden, waren noch gar nicht alt.

Ahornbäume waren schon nach 20 Jahren zu groß

Mitte der 1990er-Jahre ließ der Weißeritzkreis die Straße ausbauen. Sie verbindet Dippoldiswalde und Freital, die beiden wichtigsten Orte des damaligen Landkreises. Direkt an der Kante zwischen Straße und Gehweg wurden damals die Berg- und Feldahornbäume gepflanzt.

Diese sind dann auch schnell gewachsen. Dass sie dazu auch Platz brauchen, blieb dabei unbeachtet. Nach wenigen Jahren waren die Wurzeln so kräftig, dass sie anfingen die Pflastersteine des Gehwegs anzuheben. Inzwischen ist der Fußweg hier für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen oder mit Kinderwagen unterwegs sind, praktisch unpassierbar geworden. Aber auch auf der anderen Seite ragten die Äste so weit auf die Straße, dass sie Busse oder Lkws streiften.

Zeitschiene für die Neupflanzung gibt es noch nicht

Daher wird jetzt der Gehweg erneuert, und es werden auch 84 neue Bäume gepflanzt. Das ist die doppelte Zahl der gefällten Bäume. Die Standorte werden erst noch festgelegt. Dabei können das Landratsamt, das für die Straße verantwortlich ist, die Stadtverwaltung und der Ortschaftsrat Dippoldiswalde mitentscheiden. Welche Art von Bäumen neu gesetzt wird, muss auch noch entschieden werden. Wann dies geschehen wird, ist noch offen. „Eine genaue Zeitschiene kann zum heutigen Zeitpunkt nicht benannt werden“, teilte Knetsch mit.

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