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Wer die Stadt Dipps leitet - einen Betrieb mit 180 Leuten

Dippoldiswaldes Oberbürgermeisterin Kerstin Körner hat ihre Vertretung neu geregelt. Welche Kriterien sie dabei angelegt hat.

Von Franz Herz
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Sie vertreten Oberbürgermeisterin Kerstin Körner: Cornelia Eichler bei verwaltungsinternen Angelegenheiten und der stellvertretende Bürgermeister Jens Stoppok in Ratssitzungen und bei repräsentativen Aufgaben.
Sie vertreten Oberbürgermeisterin Kerstin Körner: Cornelia Eichler bei verwaltungsinternen Angelegenheiten und der stellvertretende Bürgermeister Jens Stoppok in Ratssitzungen und bei repräsentativen Aufgaben. © Egbert Kamprath

Dippoldiswalde hat seit November keinen Beigeordneten mehr. Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) musste sich also um eine neue Vertretungsregelung kümmern. Ihre politischen Stellvertreter im Stadtrat sind seit der Neuwahl, die im vergangenen Frühjahr stattgefunden hat, Jens Stoppok (CDU) und Rolf Süßmann (AfD). Sie leiten Rats- und Ausschusssitzungen, wenn die Oberbürgermeisterin verhindert ist, und repräsentieren die Stadt nach außen. Sie sind ehrenamtlich tätig und haben ihre Hauptberufe. Stoppok ist Pflegedienstleiter in den Weißeritztal-Kliniken, Süßmann Gerichtsvollzieher am Amtsgericht Dippoldiswalde.

Finanzchefin ist die erste Vertreterin

Körner ist aber auch Leiterin der Stadtverwaltung, eines Betriebs mit alles in allem rund 180 Beschäftigten. Den kann niemand nebenbei noch leiten, der obendrein nicht vom Fach ist. Deswegen hat die Oberbürgermeisterin jetzt eine interne Vertretungsregelung festgelegt und dem Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung vorgestellt.

Demnach ist Cornelia Eichler, die Leiterin des Fachbereichs Finanzen, ihre erste Vertreterin. Weitere Stellvertreterinnen der Verwaltungschefin sind zweitens Hauptamtsleiterin Irena Hoffmann, drittens Ordnungsamtsleiterin Judy Koch und schließlich der Bauamtsleiter. Das wird ab Januar Thomas Quinger sein.

Die Erfahrung in Leitungsposten gab den Ausschlag

Körner begründete diese Auswahl damit, dass Cornelia Eichler als Finanzchefin ohnehin schon über alle Fachbereiche informiert ist. Daher kann sie dort auch notwendige Entscheidungen treffen. Für die Reihenfolge der weiteren Vertreter gab die Erfahrung in einer Leitungsfunktion den Ausschlag. Irena Hoffmann ist seit 2003 Hauptamtsleiterin.

Bisher war der Beigeordnete Peter Antoniewski für beide Formen der Vertretung zuständig, nach innen und nach außen. Er war aber nur eine Wahlperiode lang im Amt. Vor seiner Zeit, unter dem damaligen Oberbürgermeister Ralf Kerndt, hatte es eine ähnliche Vertretungsregelung gegeben, wie sie jetzt wieder in Kraft tritt. Das hat vor allem für die ehrenamtlichen Stellvertreter allerhand Arbeit gebracht. Aber auch die Verwaltungsleiter müssen sich als Vertreter um weit mehr kümmern als nur um ihre eigenen Abteilungen.