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Nicht nur der Weihnachtsbaum knickte um

Der Sturm hat am Wochenende im Osterzgebirge eine Reihe von Schäden angerichtet, Strommasten gefällt und Bäume auf die Straße geworfen.

Die Straße zwischen Hirschsprung und Altenberg wurde nach den Sturmschäden am Wochenende gesperrt.
Die Straße zwischen Hirschsprung und Altenberg wurde nach den Sturmschäden am Wochenende gesperrt. © Karl-Ludwig Oberthür

Ein stürmisches Nikolaus-Wochenende erlebten die Feuerwehren im Osterzgebirge. Die Helfer mussten Bäume von den Straßen räumen oder aus Stromleitungen ziehen und den Straßenverkehr absichern. Insgesamt 18 umgestürzte Bäume haben die Feuerwehren im gesamten Landkreis beseitigen müssen, wie Kreisbrandmeister Karsten Neumann mitteilen lässt. Fünf Monteure waren im Landkreis im Einsatz, um Stromleitungen nach Baumstürzen zu reparieren, wie Nora Weinhold von der Enso Netz informierte.

Vor allen in den höheren Lagen hat der Wind Schäden angerichtet. So hat er auf der Straße von Altenberg nach Hirschsprung am frühen Sonnabendmorgen um 3.44 Uhr zwei Niederspannungsmasten der Enso Netz umgeknickt. Die Feuerwehr Altenberg rückte aus und sperrte die Straße, damit nichts weiter passierte.

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Strom bringt Pappel zum Glühen

Am selben Morgen um 4.55 Uhr rückten die Feuerwehren in Luchau und Glashütte aus, weil der Wind bei Luchau eine Pappel in der Nähe des Sportplatzes ins Wanken gebracht hatte, die dann brach und in der Stromleitung hängen blieb. Durch den Strom hatte das Holz schon zu glimmen begonnen. Die Enso Netz musste erst den Strom abschalten, ehe die Feuerwehrleute mit einem Teleskoplader den Baum aus der Leitung ziehen und ihn dann am Boden löschen konnten, wie die Glashütter Wehr mitteilte. Für rund 1.150 Haushalte blieb der Strom eine Stunde lang weg, kam aber gegen 5.30 Uhr wieder. Nur der Glashütter Ortsteil Cunnersdorf blieb bis gegen 10.30 von der Elektrizität abgeschnitten.

In derselben Nacht brach auch der Weihnachtsbaum vor dem Altenberger Rathaus durch den Sturm. Ihn haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs etwas gekürzt und dann wieder aufgestellt.

Am Sonntag nahmen die Windschäden ihren Fortgang. Vormittags um 11.22 wurde die Feuerwehr Reichstädt alarmiert, weil ein Baum über der Straße in Richtung Hennersdorf lag. Hier wurde auch die Niederspannungsleitung beschädigt und der Strom fiel über drei Stunden lang aus.

Einzelbrüche auch im Wald

Ernster wurde die Situation dann gegen Abend und in der Nacht. Um 19 Uhr fiel ein Baum oberhalb der Schafbrücke bei Lauenstein auf die Straße und die Feuerwehr rückte aus, um ihn wegzuräumen. Kurz nach 21 Uhr wurden die Fürstenauer Wehr alarmiert, weil ein Baum über der Straße in Richtung Löwenhain gefallen war. Die Straße musste erst einmal komplett gesperrt werden, weil noch mehr Bäume über der Straße hingen, wie die Altenberger Feuerwehr informierte. Und am frühen Montagmorgen wurden die Bärenfelser Wehr alarmiert. Hier war ein Baumsturz über die Bärenstraße in Richtung Kipsdorf die Ursache. Auch im Wald sind Bäume vom Wind entwurzelt oder geknickt worden. "In der Regel sind es aber Einzelbrüche, keine katastrophalen Flächenschäden", sagt Kristine Funke vom Forstbezirk Bärenfels.

Buslinie wegen schief hängenden Bäumen gesperrt

Die Feuerwehren haben die einzelnen Bäume meist schnell weggeräumt. Aber bis alle Gefahren, die durch den Sturmwind entstanden sind, beseitigt sind, dauert es noch länger. Die Staatsstraße zwischen Altenberg und Hirschsprung war am Montag für den Verkehr wegen der umgestürzten und teilweise noch hängenden Bäume voll gesperrt. Deswegen konnte die Haltestelle in Hirschsprung von Altenberg aus mit den Regionalbussen nicht erreicht werden, sondern nur über Stichfahrten, wie der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge informierte. Die Haltestelle „Max-Niklas-Straße“ in Altenberg konnte dabei gar nicht bedient werden.

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Der Strom ist in Hellendorf, einem Ortsteil von Bad Gottleuba-Berggießhübel am Sonntagabend etwa eineinhalb Stunden ausgefallen, weil ein Baum in die Mittelspannungsleitung gefallen ist. Davon waren rund 200 Haushalte betroffen, wie die Enso Netz mitteilte.

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