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Der Dippser Blitzer bringt ordentlich Geld

Das Gerät aus dem Hause Leica rechnet sich für die Stadtkasse. Vor einem Jahr noch zwei neue Tempolimits dazugekommen, die kontrolliert werden.

Hier steht der Dippser Blitzer vor der Kita Märchenland in der Glashütter Straße. Seit einem Jahr gilt hier tagsüber Tempo 30.
Hier steht der Dippser Blitzer vor der Kita Märchenland in der Glashütter Straße. Seit einem Jahr gilt hier tagsüber Tempo 30. © Egbert Kamprath

Anfang 2018 hat die Stadt Dippoldiswalde eine eigene Kamera für die Geschwindigkeitskontrolle angeschafft. Als Große Kreisstadt darf sie selbst den Verkehr überwachen. In anderen Gemeinden macht das der Landkreis. Bis 2017 hat die Stadt dafür ein Kontrollsystem von einer Privatfirma gemietet.

Der stadteigene Dippser Blitzer rechnet sich, wie die Abrechnung für das vergangene Jahr zeigt. 2020 haben sich die Einnahmen aus den Geschwindigkeitskontrollen auf rund 86.000 Euro, belaufen, wie Linda Knetsch vom Büro der Oberbürgermeisterin auf Anfrage von Sächsische.de informierte.

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Neue Tempo-30-Strecken besonders kontrolliert

Damit haben sich die Anschaffungskosten des neuen Dippser Blitzers schon bezahlt gemacht. Die Stadt hat für 49.000 Euro ein System der Firma Leivtec Verkehrstechnik GmbH aus Wetzlar, einem Tochterunternehmen des Leica-Konzerns, gekauft.

Schwerpunktmäßig waren die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes damit vor Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen im Einsatz, teilt Knetsch mit. Aber auch an Fußgängerüberwegen und Bushaltestellen haben sie die Geschwindigkeit kontrolliert. Dabei haben die Ordnungshüter auch Hinweise von Bürgern berücksichtigt.

Drei Kontrollstellen sind Anfang 2020 neu hinzugekommen. Vor den Kitas an der Glashütter Straße und der Reichstädter Straße in Dippoldiswalde sowie in Paulsdorf sind neue Tempo-30-Zonen eingerichtet worden. Die wurden auch genau kontrolliert. Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) berichtet dabei auch von Autos, die dort mit 60 Stundenkilometer durchgerauscht sind. "Das zeigt, dass wir hier für die Kinder etwas unternehmen mussten”, sagt sie.

An 81 Stellen war der Blitzer im Einsatz

Der stadteigene Blitzer kann flexibler eingesetzt werden als der frühere Mietblitzer, der nur an 26 Tagen im Jahr zur Verfügung stand. So haben die städtischen Ordnungshüter vergangenes Jahr an 61 Tagen kontrolliert. Normalerweise wären es noch mehr geworden, aber wegen der Corona-Pandemie hatte das Ordnungsamt der Stadt andere Aufgaben zu erledigen. Zudem ist in Lockdown-Zeiten der Verkehr deutlich zurückgegangen.

An 81 verschiedenen Stellen stand der Dippser Blitzer 2020. Auch in diesem Jahr wird wieder verstärkt vor Kindereinrichtungen und anderen sensiblen Stellen geblitzt. Außerdem gehen die Mitarbeiter auch Bürgerhinweisen nach, wenn sich irgendwo im Stadtgebiet neue Raserstrecken auftun sollten. Für die Kraftfahrer bedeutet dies: Vorschriftsmäßig fahren, dann muss der Blitzer nicht auslösen.

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