merken
PLUS Dippoldiswalde

Debatte um Wasserleitung in Klingenberg

Der Wasserversorger Weißeritzgruppe will eine alte Stahlleitung erneuern. Betroffene Anlieger fordern aber eine komplette Umverlegung der Rohre.

Hier verläuft die Wasserleitung in den Gärten. Die betroffenen Eigentümer fordern eine Umverlegung in die Straße. Das lehnt die Wasserversorgung aus Kostengründen ab. Es müssten alle Kunden mitbezahlen.
Hier verläuft die Wasserleitung in den Gärten. Die betroffenen Eigentümer fordern eine Umverlegung in die Straße. Das lehnt die Wasserversorgung aus Kostengründen ab. Es müssten alle Kunden mitbezahlen. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Pläne der Wasserversorgung Weißeritzkreis, dieses Frühjahr in der Siedlung in Klingenberg die Wasserleitung zu erneuern, stießen in der Sitzung des Gemeinderats Klingenberg auf Kritik. Hartmut Baumgart (Bürger für Klingenberg), der von dem Vorhaben auch als Anlieger betroffen ist, forderte, dass die Gemeinde sich beim Wasserversorger für eine Änderung der Planung stark machen soll.

Anwohner fürchten große Kosten

Die Wasserleitung wurde seinerzeit über das freie Feld geführt, aus dem dann die Vorgärten der Siedlungshäuser geworden sind. Jetzt soll die Leitung erneuert werden, indem eine Plastikleitung in das vorhandene Stahlrohr eingezogen wird. Das erfordert keinen durchgehenden Baugraben, aber an jedem Hausanschluss eine Grube und ebenso Grabungen an Stellen, wo der Einzug nicht so klappt wie geplant. Das kann für die Anwohner teuer werden, wenn sie beispielsweise Treppen oder Carports über der Leitung entfernen müssten.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Weiterführende Artikel

Millionen für alte Wasserrohre

Millionen für alte Wasserrohre

Der Investitionsplan der Wasserversorgung Weißeritzgruppe sieht die Auswechslung alter Leitungen vor. Warum auch neuere Leitungen oft schon fällig sind.

Baumgart forderte, dass die Leitung in die öffentliche Straße, den Siedlungsweg, verlegt werden soll. Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK) informierte, dass Betroffene deswegen schon bei ihm gewesen seien und er auch ein Gespräch mit der Wasserversorgung gehabt habe. Die Verlegung in die Straße sei deutlich teurer als die Erneuerung der bestehenden Leitung durch die Gärten. Wenn die Gemeinde eine Verlegung in die Straße fordere, könnte auf sie eine Kostenbeteiligung zukommen. Baumgart sagte: „Es wäre aber schön, wenn da etwas in die richtige Richtung gelenkt werden könnte.“ Er blieb in der Ratssitzung allerdings allein mit dem Anliegen.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde