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Schwierige Zeiten für die Weißeritztalbahn

2020 ist die Zahl der Fahrgäste deutlich zurückgegangen. Schuld waren die Corona-Einschränkungen. Aber es gab auch richtig gute Monate.

Die Zahl der Fahrgäste der Weißeritztalbahn ist im vergangenen Jahr deutlich weniger geworden.
Die Zahl der Fahrgäste der Weißeritztalbahn ist im vergangenen Jahr deutlich weniger geworden. © Karl-Ludwig Oberthür

Corona lässt auch die Weißeritztalbahn nicht ungeschoren. Wenn die Bahn fährt, dann läuft der Betrieb zwar richtig gut. Aber im vergangenen Jahr konnte die Bahn von März bis Mai gar nicht fahren. Dieser „Lok-Down“ hat ihr natürlich Fahrgäste gekostet. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 102.000 Fahrgäste zwischen Freital-Hainsberg und dem Endbahnhof in Kipsdorf unterwegs gewesen. 2019, im Jahr zuvor, zählte die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft noch 130.000 Reisende, wie das Unternehmen informierte.

Eine Attraktion für den Urlaub zu Hause

Aber wenn die Bahn gefahren ist, dann waren die Waggons durchaus gut besetzt. Von August bis Oktober lag die Nachfrage über der im Jahr 2019. Die Ursache liegt vor allem darin, dass viele keine weiten Urlaubsreisen gemacht haben, sondern ganz zu Hause oder wenigstens in Deutschland geblieben sind. Bei einem Urlaub in der Heimat war dann eine Bimmelbahnfahrt eine willkommene Attraktion. Allerdings ging die Zahl ab November wieder deutlich zurück. Ursache war der erneute Lockdown.

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Wegen der Corona-Einschränkungen mussten die Eisenbahner das Schmalspurbahn-Festival, das normalerweise im Juli parallel zu „Malter in Flammen“ stattfindet, abblasen und ebenso in der Vorweihnachtszeit „Bimmelbahn und Lichterglanz“. Das hat natürlich auch Besucher gekostet. Auch die Themenfahrten wie die Osterzgebirgische Kräutertour waren nur von Juli bis Oktober mit entsprechenden Hygienekonzepten möglich. Andere mussten abgesagt werden. „Die meisten der von Absagen betroffenen Gäste haben erfreulicherweise auf andere Termine umgebucht“, teilt Kati Schmidt von der Dampfeisenbahngesellschaft mit.

Sonderfahrten beginnen frühestens im Juni

In 2021 sind bisher alle diese Sonderfahrten bis Ende Mai abgesagt. „Die betroffenen Fahrgäste werden persönlich benachrichtigt“, teilt Kati Schmidt mit. Sobald es die Corona-Festlegungen zulassen, werden die besonderen Touren wieder angeboten. Ein neues Angebot ist geplant unter dem Titel „Märchenhafte Zeit in der Bimmelbahn“. Das war für die Wintermonate vorgesehen, konnte aber nicht starten. Die nächsten Termine sind am 26. November, 12. und 24. Dezember geplant.

An den Feiertagen wie Himmelfahrt oder Pfingsten, zu denen die Züge immer besonders voll waren, will die Dampfeisenbahngesellschaft wieder mehr Züge einsetzen. Damit steht auch mehr Platz zur Verfügung. Die Fahrgäste können sich besser verteilen und die Abstandsgebote einhalten. Man darf mit der Weißeritztalbahn so fahren wie sonst auch mit Bus und Bahn. Derzeit ist ein medizinischer Mund-Nase-Schutz in den Zügen und auf den Bahnsteigen vorgeschrieben.

Hoffnung auf Bimmelbahn und Lichterglanz

Die großen Feste müssten jetzt eigentlich schon vorbereitet werden. Die Corona-Einschränkungen lassen derzeit kein Festival in der traditionellen Form zu, wie es das zuletzt 2019 gegeben hat. Jedoch plant die Dampflokgesellschaft, an diesem Wochenende im Juli wieder mehr Züge einzusetzen, analog dazu wie es 2020 gelaufen ist.

„Bimmelbahn und Lichterglanz“ ist noch etwas weiter hin. Dazu kann noch keine feste Entscheidung fallen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Veranstaltung durchgeführt werden kann“, sagt Kati Schmidt. Das hängt aber davon ab, wie sich die Pandemie bis dahin entwickelt und welche Regelungen im Herbst gelten werden. Ab Juni werden die Vorbereitungen für dieses vorweihnachtliche Fest beginnen.

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