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Weitere Millionen für Klingenberg

37 Vorhaben - vom Spielplatz bis zum Umbau eines alten Bauernhauses - hat das Leader-Projekt in der Gemeinde gefördert. Das soll so weitergehen.

Eines von 17 Projekten, welche die Gemeinde Klingenberg mit Leader-Förderung gebaut hat: der Spielplatz in Friedersdorf.
Eines von 17 Projekten, welche die Gemeinde Klingenberg mit Leader-Förderung gebaut hat: der Spielplatz in Friedersdorf. © Karl-Ludwig Oberthür

Das Förderprogramm Leader war in den vergangenen Jahren ein Erfolgsprojekt für die Gemeinde Klingenberg. 37 verschiedene Vorhaben hat dieses europäische Förderprogramm in Höckendorf, Pretzschendorf und den anderen Ortsteilen unterstützt. Dabei ging es um stolze Summen. 3,1 Millionen sind an Fördergeldern geflossen. Zusammen mit ihrem eigenen Geld haben die verschiedenen Bauherren insgesamt 6,5 Millionen Euro investiert. 16 Vorhaben hat die Gemeinde auf diesem Weg finanziert. Zehn private Bauherren waren dabei, sieben Gewerbebetriebe, zwei Vereine und zweimal die Kirche.

Die Gemeinde mit den meisten Leader-Vorhaben

Nach Informationen von Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg) ist seine Gemeinde diejenige in dem Leader-Gebiet „Silbernes Erzgebirge“, die die meisten Vorhaben umgesetzt hat. Ob das jetzt damit zusammenhängt, dass Schreckenbach auch Vorsitzender des Koordinierungskreises für das Förderprogramm ist? Er kennt die Regeln dafür bis ins Detail. Und das ist wichtig, denn die Leader-Förderung gilt als schwierig. Sie unterstützt aber nicht nur einzelne Plätze oder Umbauten, sondern auch die Zusammenarbeit von mehreren Kommunen. Beispiele dafür sind der Geopark, an dem viele Kommunen beteiligt sind, oder die Blockline.

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Natürlich wollen die Klingenberger diese Erfolgsgeschichte fortsetzen. Daher hat der Gemeinderat in seiner coronabedingten Pause im Februar im sogenannten Umlaufverfahren den Beschluss gefasst, dass sich Klingenberg weiter dem Leader-Projekt anschließt. „Ich habe 16 Gemeinderäte angeschrieben, und von 15 ein positives Votum zurückerhalten“, informierte Schreckenbach auf der jüngsten regulären Sitzung des Gemeinderats.

Umbruchphase der europäischen Finanzen

Das Leader-Projekt steckt derzeit in einer Umbruchphase, weil die alte Haushaltsperiode der Europäischen Union ausgelaufen ist und die neue noch nicht begonnen hat. Es kann durchaus sein, dass die neue Leader-Runde erst 2023 wieder beginnt. Für diese Zeit gilt eine Übergangsregelung, in der nach dem bisherigen Grundsätzen Leader-Gelder vergeben werden. Es gibt also in sieben Feldern weiterhin Geld. Das sind Wohnen, Verkehr, Versorgung, Wirtschaft, Tourismus, Umwelt und Konzepte. Details nennt das Regionalmanagement auf seiner Webseite.

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