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Schulanmeldungen auf Abstand

Viertklässler im Osterzgebirge bekommen in 14 Tagen ihre Bildungsempfehlung. Dann geht es auf dem Postweg weiter ans Gymnasium oder die Oberschule.

Ein Blick auf die Grundschule in Reichstädt, wo die Kinder derzeit im Heim-Unterricht betreut werden. Die Schüler der vierten Klasse haben dennoch die Noten beisammen für die Bildungsempfehlung.
Ein Blick auf die Grundschule in Reichstädt, wo die Kinder derzeit im Heim-Unterricht betreut werden. Die Schüler der vierten Klasse haben dennoch die Noten beisammen für die Bildungsempfehlung. © Egbert Kamprath

Der Schulunterricht mit Anwesenheit läuft zurzeit für die Abschlussklassen, die auf die Mittlere Reife oder das Abitur zusteuern. In einer ähnlichen Situation sind auch die Schüler der vierten Klassen, die zum nächsten Schuljahr an eine Oberschule oder ans Gymnasium wechseln. Eigentlich hätten sie zu Beginn der Februarferien ihre Halbjahresinformation und eine Bildungsempfehlung bekommen sollen. Doch dieses Jahr ist das alles anders. Der Fernunterricht zu Hause geht direkt in die vorgezogene Ferienwoche über. Das lässt keine Gelegenheit, Zeugnisse zu verteilen.

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An der Grundschule Dippoldiswalde in Reichstädt sind 72 Kinder in den drei vierten Klassen davon betroffen. „Wir haben jetzt die Eltern informiert, dass sie ab 10. Februar die Bildungsempfehlung abholen können“, sagt Schulleiter Jörg Spindler. Bis dahin werden die Lehrkräfte die Papiere fertigstellen. „In den Kernfächern haben wir genug Noten. Die sind ja für die Bildungsempfehlung entscheidend. In anderen Fächern wie Religion oder Ethik kann es schon passieren, dass in der Halbjahresinformation dann nur steht: teilgenommen“, sagt er.

Unterlagen in den Briefkasten geben

Wenn sie diese Papiere in der Hand halten, heißt es für die Familien, ihre Kinder an der weiterführenden Schule anzumelden. Das Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde und Altenberg hatte früher immer einen Tag der offenen Tür, bei dem sich die künftigen Schüler das Haus ansehen konnten und auch die Anmeldeunterlagen abgeben konnten. Das ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Deswegen gibt es die einfache Möglichkeit, alle Unterlagen in einem Umschlag zu packen. Dazu gehören die Bildungsempfehlung und verschiedene Formulare. Die sind alle auf der Homepage der Schule zu finden. Die schicken die Eltern dann per Post ans Gymnasium oder werfen es dort in den Hausbriefkasten, informiert Schulleiter Volker Hegewald.

Wenn Kinder keine Bildungsempfehlung für das Gymnasium bekommen haben, aber trotzdem dorthin wechseln wollen, sollten die Eltern im Sekretariat einen Termin vereinbaren, bei dem sie die Unterlagen abgeben können. Am 2. März findet für diese Schüler in Dippoldiswalde ein schriftlicher Leistungstest statt, teilt die Schule weiter mit.

Virtueller Rundgang ersetzt Tag der offenen Tür

Auch an den Oberschulen in Dippoldiswalde, Geising, Klingenberg und Schmiedeberg ist dieses Jahr vieles anders. Die Anmeldung läuft ebenfalls auf dem Postweg. Die Schulen stellen alle die notwendigen Informationen auf ihre Homepage. Wenn die Eltern ein persönliches Gespräch wünschen, sei dies auch möglich. Dann sollten sie telefonisch einen Termin vereinbaren. In Dippoldiswalde bieten sich dann die größeren Räume in der „Alten Pforte“ an, um sich mit dem gebotenen Abstand zu begegnen, informierte Schulleiter Klaus Walter.

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