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Wie es jetzt mit der Oberschule Schmiedeberg weitergeht

Die neue Turnhalle ist fertig. Das war der erste Schritt zur Sanierung der Schule. Wann fallen die nächsten Entscheidungen?

Die alte Turnhalle der Oberschule Schmiedeberg ist links mit dem roten Dach zu erkennen. Sie wird jetzt nicht mehr benötigt. Dann ist Platz für eine Erweiterung der Schule.
Die alte Turnhalle der Oberschule Schmiedeberg ist links mit dem roten Dach zu erkennen. Sie wird jetzt nicht mehr benötigt. Dann ist Platz für eine Erweiterung der Schule. © Egbert Kamprath

Der Neubau der Turnhalle in Schmiedeberg war immer Teil eines Gesamtpakets zur Sanierung der Oberschule, sozusagen der erste Teil davon. Der ist nun so gut wie abgeschlossen. Aber wie geht es mit der eigentlichen Schulsanierung weiter? Das Schulgebäude, das im Jahr 1908 errichtet worden ist, braucht dringend eine Generalüberholung und eine Erweiterung. Das ist nicht nur ein Schmiedeberger Problem, sondern eines für das ganze Osterzgebirge. Kinder aus Altenberg, Glashütte, Dippoldiswalde, Hermsdorf/E. und Hartmannsdorf Reichenau besuchen die Schule.

Entscheidung nötig: Wie groß muss die Schule werden?

„Zuerst muss jetzt eine Grundsatzentscheidung fallen. Dazu werde ich mit den Schulleitungen sprechen“, sagt die Dippoldiswalder Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU). Die Frage ist, wie groß die Schmiedeberger Schule überhaupt werden muss. Derzeit ist sie zweizügig, stößt aber an ihre Grenzen. Es gibt Unterricht in Kellerräumen oder im benachbarten Bürgerhaus.

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Dipps braucht die nächsten Jahre noch mehr Platz an seinen Oberschulen, wie auch aus dem gerade im Kreistag verabschiedeten Schulnetzplan hervorgeht. In der Kernstadt Dipps besteht aber keine Erweiterungsmöglichkeit. Daher sieht der Schulnetzplan vor, dass die bisher zweizügige Oberschule in Schmiedeberg erweitert wird.

Nächstes Jahr soll eine gründliche Planung laufen

Die Schmiedeberger Schulleiterin Katrin Jungnickel sähe eine vernünftige Lösung darin, beide Oberschulen, die in Dipps und die in Schmiedeberg jeweils zweieinhalbzügig zu führen. Dann könnten sie gegenseitig aushelfen, wenn der Platz knapp wird. Darüber müssen sich Schulen und Stadtverwaltung zuerst einig werden. Es sind jetzt zwar einige starke Schülerjahrgänge zu erwarten. Aber danach folgen voraussichtlich wieder niedrigere Schülerzahlen. Wenn klar ist, wie groß die Schule werden soll, können die Planer in die Spur gehen.

Dann soll das kommende Jahr genutzt werden, um das Bauvorhaben gründlich zu planen. „Das wird dann wohl alles in einem Zug gemacht, vom Abriss der alten Turnhalle, den Anbau und die Sanierung des Schulgebäudes“, sagt Körner. „Für den genauen Ablauf finden die Bauingenieure sicher eine Lösung.“ Weil das Gesamtvorhaben so umfangreich ist, muss die Stadtverwaltung alle Leistungen in diesem Zusammenhang europaweit ausschreiben.

Über vier Millionen Euro für die Schule im Finanzplan

In der Finanzplanung der Stadt sind dieses Jahr 200.000 Euro vorgesehen für das Oberschulprojekt. Damit kann die Stadt die Planung auf den Weg bringen. Im kommenden Jahr sind rund 670.000 Euro eingeplant. Damit sollte die Projektierung abgeschlossen werden. Die großen Summen sind dann 2023 und 2024 vorgesehen, insgesamt 3,3 Millionen Euro. Dann könnte im Schuljahr 2025/26 die teilweise neue Schule fertig werden.

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Inwieweit die vorgesehenen Finanzen ausreichen, kann momentan niemand sagen. Derzeit klettern die Baupreise ja steil nach oben. „Vielleicht hilft uns ja die europaweite Ausschreibung, günstige Preise zu bekommen“, sagt die Oberbürgermeisterin.

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