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Wieder ein Wechsel an der Spitze des Dippser Bauamts

Es sieht dieses Mal nach einem regulären Übergang aus. Früher war der Stuhl des Bauamtsleiters in Dippoldiswalde ein Schleudersitz.

Von Franz Herz
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Wechsel an der Spitze des Dippser Bauamts. Simone Ullrich-Braune verlässt die Stadtverwaltung. Ihr folgt Thomas Quinger als Bauamtsleiter nach.
Wechsel an der Spitze des Dippser Bauamts. Simone Ullrich-Braune verlässt die Stadtverwaltung. Ihr folgt Thomas Quinger als Bauamtsleiter nach. © Egbert Kamprath

An der Spitze des Bauamts in der Stadt Dippoldiswalde gibt es zum Jahreswechsel eine Neubesetzung. Thomas Quinger, der bisherige Leiter des Bauhofs, rückt auf den Stuhl seiner bisherigen Chefin auf, wie Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) informierte. Simone Ullrich-Braune verlässt die Stadtverwaltung nach fünf Jahren. Anders als früher ist es ein regulärer Wechsel.

Simone Ullrich-Braune übernimmt ein Großprojekt

Ullrich-Braune hat zum Jahresende gekündigt und wechselt zu einem großen Unternehmen nach Dresden, wo sie an einem länderübergreifenden Verkehrsprojekt mitarbeiten wird, wie sie sagt. Sie hat in Dresden Bauingenieurin studiert, dann in der Schweiz gearbeitet und ist nach Sachsen zurückgekehrt, als die Kinder in die Schule kamen. Seit 2016 ist sie bei der Stadt tätig. 2018 hat sie die Leitung des Bauamts übernommen. In ihre Amtszeit fielen Großprojekte wie der Turnhallenbau in Schmiedeberg, die Sanierung des Museums oder das Aufstellen mehrerer Bebauungspläne.

Fliesenleger, Verwaltungswirt und Bauhofleiter

Der Nachfolger kommt jetzt aus dem eigenen Haus. Thomas Quinger ist gelernter Fliesenleger und Verwaltungsfachwirt. Der 46-Jährige hat sich als Jugendlicher bei der Feuerwehr engagiert. Die wählte ihn schon in sehr jungen Jahren, mit 24, zum Wehrleiter. Er bringt also Leitungserfahrung mit.

Nach der Augustflut 2002 arbeitete Quinger dann in der Gemeindeverwaltung Schmiedeberg. Erst war seine Aufgabe, die Hochwasserschäden zu erfassen, dann kümmerte er sich um die vielen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten. Damals bewältigte die Gemeinde Millionensummen. Als sein Vorgänger in Ruhestand ging, übernahm Quinger die Leitung des Bauamts und absolvierte daneben ein Verwaltungsstudium. Nach der Eingemeindung von Schmiedeberg wurde er Leiter des Bauhofs in Dippoldiswalde. Von dort rückt er jetzt eine Stufe weiter.

Feuerwehrmann seit seiner Jugend

In seiner Freizeit ist Quinger weiter in der Feuerwehr aktiv, als stellvertretender Kreisbrandmeister und als Dozent an der Landesfeuerwehrschule. „Und ich habe entdeckt, dass ich gerne Angeln gehe“, sagt der künftige Bauamtschef. Seit zwei Jahren lebt er mit Lebensgefährtin und Kind in Reichstädt.

Schon zwei Bauamtsleiter in Dipps mussten gehen

Anders als in früheren Jahren ist es dieses Mal ein regulärer Wechsel. Der Chefposten im Dippser Bauamt war in früheren Jahren ein Schleuderstuhl. Die Stadt hat auf dieser Stelle schon mehrere harte Abschiede erlebt. 2002 musste der damalige Bauamtsleiter wegen Unstimmigkeiten mit Bürgermeister Horst Bellmann gehen. Der hat dann zeitweise die Leitung dieser Abteilung selbst übernommen.

Ein ähnliches Spiel folgte zehn Jahre später unter Ralf Kerndt. Der Oberbürgermeister hat 2012 dem damaligen Bauamtschef die Leitung entzogen, weil dieser überfordert gewesen sei. Dieser hat einige Zeit danach die Stadtverwaltung verlassen. Kerndt hat das Bauamt selbst geleitet, ehe er 2013 die Abteilungen Bau und Finanzen zusammenlegte und die Leitung in die Hände der Kämmerin Astrid Hamann gab. Sie ist dann 2014 aus persönlichen Gründen ausgeschieden.