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Wintereinbruch im Kreis SOE - was Sie wissen müssen

Auf den Autobahnen rollt es weitgehend, Busse und Bahnen fahren. Ideale Wintersportbedingungen.

Das ist die schöne Seite des Winters. Hier sind Karina und Stefan Hettwer bei Zinnwald auf den Skiern unterwegs.
Das ist die schöne Seite des Winters. Hier sind Karina und Stefan Hettwer bei Zinnwald auf den Skiern unterwegs. © Egbert Kamprath

+++Die Wetterlage hat sich stabilisiert. Der Ticker wird vorerst geschlossen+++

Mittwoch, 10. Februar:

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Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig
Digitaler Infotag an der BA Riesa & Leipzig

Die Berufsakademie (BA) Sachsen in Riesa und Leipzig lädt Studieninteressierte am 13. März 2021 zum digitalen Tag der offenen Tür mit Praxispartnern ein.

8.02 Uhr: Auf der A4 ist der Verkehr in Richtung Chemnitz beeinträchtigt. In Höhe Wilsdruff besteht Gefahr durch defektes Fahrzeug, dass auf dem Beschleunigungsstreifen feststeht.

Dienstag, 9. Februar:

16.29 Uhr: Bis jetzt sind heftige Schneefälle am Dienstag ausgeblieben, es gab lediglich etwas Neuschnee in der Nacht und am Vormittag. Insbesondere am Mittwoch und Donnerstag wird mit weiteren Schneefällen gerechnet. Die Temperaturen bleiben unter Null Grad. Im Osterzgebirge werden in der Nacht zum Mittwoch -22 Grad erwartet, in Sebnitz ebenso.

11.02 Uhr: Die Behinderungen auf der A17 nahe Bahretal sind offenbar beseitigt. Derzeit habens ich die Verkehrsbeeinträchtigungen auf der A17 Richtung Dresden verlagert. Zwischen Dresden-Südvorstadt und Dreieck Dresden-West staut sich der Verkehr. Die Polizei meldet Blockabfertigung.

10.20 Uhr: Im Regionalverkehr gibt es derzeit keine Ausfälle, teilt der RVSOE auf Nachfrage mit. Allerdings müsse wegen der Straßenverhältnisse mit Verspätungen gerechnet werden. Beim Fährverkehr auf der Elbe ist jedoch die F1 zwischen Schöna und Hrensko außer Betrieb.

10.03 Uhr: In Sebnitz kommen die Fahrzeuge auch am Dienstagmorgen nur mit Mühe voran. Vor allem die meisten Seitenstraßen sind nach wie vor seit Montag nicht geräumt, ebenso die kostenpflichtigen Parkflächen vor allem im Marktbereich. In Neustadt dagegen konnte der Bauhof schon am Montagmittag die Parkflächen am Marktplatz wieder frei geben.

9.27 Uhr: Immer noch rollt der Verkehr nicht flüssig auf der A17. Wie der Verkehrswarndienst mitteilt, gibt es Behinderungen in beiden Richtungen, der linke Fahrstreifen sei zwischen Bahretal und dem Grenzübergang Breitenau blockiert. Rettungsfahrzeuge seien vor Ort im Einsatz.

Das passierte am Montag, 8. Februar:

23.56 Uhr: Bis kurz vor Mitternacht war die Anschlussstelle Pirna wieder frei. Wann alle wartenden Lkws die A17 Richtung Dresden verlassen haben werden, konnte der Polizeiführer vom Dienst in der Nacht nicht sagen. Einige Fahrer hatten sich in ihren Kabinen bereits schlafen gelegt, was die Räumung der A17 erschwerte. Polizei und THW waren noch im Einsatz. Der Harthetunnel Richtung Dresden war um Mitternacht noch gesperrt. Lkw standen noch auf der Autobahn zwischen Breitenau und Pirna.

19.44 Uhr: In den kilometerlangen Stau auf der A17 kommt Bewegung. Gegen 19.30 Uhr rollten die ersten Lkws langsam los. Die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und THW sind vor Ort. Das DRK Dresden versorgt die Lkw-Fahrer. Das THW soll stecken gebliebene Brummis notfalls schleppen. Es wird wohl aber noch Stunden dauern bis sich der Mega-Stau völlig auflöst haben wird.

Langsam rollen die Lkws auf der A17 voran.
Langsam rollen die Lkws auf der A17 voran. © Marko Förster

12.51 Uhr: Bereits seit heute Morgen dreht sich auf der A 17 in Richtung Dresden beziehungsweise A 4 kein Rad mehr. Zwischen der Autobahn Abfahrt Heidenau und dem Tunnel Coschütz sowie weiter zur A 4 staut sich der Verkehr über mehrere Kilometer. Laut Polizei sind die Tunnel gesperrt, damit sich der Verkehr nicht in den Tunneln staut. Hintergrund ist ein Stau auf der BAB 4, der auch auf die BAB 17 führt.
Am Vormittag war auch ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz und überflog die Autobahn.

Alles steht auf der Autobahn 17 in Richtung Dresden.
Alles steht auf der Autobahn 17 in Richtung Dresden. © Marko Förster

12.45 Uhr: Nur schleppend geht es durch den Hohwald. Ein polnischer Laster hat sich an einem Berg festgefahren. Wer es schafft, kurvt um ihn herum. Aber auch das ist aufgrund der glatten Straße kreuzgefährlich. Etwas entspannt hat sich die Lage nun offenbar am Karrenberg bei Polenz und am Unger bei Rugiswalde.

12.20 Uhr: Den Mitarbeitern des Bauhofes in Neustadt, ist es gelungen, den Marktplatz komplett frei zu räumen. Am Rand türmen sich riesige Schneeberge auf. An manchen Stellen mussten bis zu 40 Zentimeter Schnee geräumt werden. Die Parkflächen sind jetzt wieder frei.

12.10 Uhr: Posttouren fallen aus: Briefkästen werden aktuell nur eingeschränkt geleert. Ein Nachholen von ausgefallenen Leerungen ist so gut wie nicht möglich. Es wird versucht, so bald wie möglich wieder in den Rhythmus zurückzukehren, sagt die Deutsche Post. Ähnlich ist es mit Auslieferungen.

12.01 Uhr: Das Elbe-Hochwasser der vergangenen Tage ist weiter auf dem Rückzug. Derzeit geht die Stadt Pirna davon aus, dass in den Nachmittagsstunden der Elbeparkplatz auf der Altstadtseite wieder freigegeben werden kann. Die Einfahrt über die Brückenstraße wird dann ebenfalls wieder möglich sein, hieß es weiter.

11.55 Uhr: Die erste Schicht der Heidenauer Bauhof-Mitarbeiter ist seit 4 Uhr im Einsatz und hat bald Feierabend. Die zweite wird dann bis 21 Uhr arbeiten. Mit fünf Fahrzeugen wurden Busstrecken, Hauptverkehrsstraßen und Gefällestrecken frei gemacht. „Wunder kann man nicht erwarten, wir kämpfen“, sagt Bauhofleiter Uwe Maasberg. Obwohl Gefällestrecke, erfolgt auf der Pechhüttenstraße kein Winterdienst, da es eine reine Anliegerstraße ist. Bereits seit 2010 hat sich der Heidenauer Bauhof beim Winterdienst aus den Wohngebieten und Anliegerstraßen zurückgezogen.

11.42 Uhr: Seit den frühen Morgenstunden ist der Pirnaer Winterdienst mit seinen sechs Fahrzeugen im Dauereinsatz. Ununterbrochen werde das gesamte Hauptstraßennetz beräumt, teilt das Rathaus mit. Aktuell musste die Basteistraße wegen querstehender Lkw gesperrt werden.

Ski-Wanderung bei Nový Hrádek in Tschechien. Nachdem der Schnee vergangene Woche geschmolzen war, herrschen nun wieder gute Wintersportbedingungen, auch in Sachsen.
Ski-Wanderung bei Nový Hrádek in Tschechien. Nachdem der Schnee vergangene Woche geschmolzen war, herrschen nun wieder gute Wintersportbedingungen, auch in Sachsen. © David Taneèek/CTK/dpa (Symbolbild)

11.33 Uhr: So ist derzeit die Lage in Wilsdruff und Umgebung: "Besonders der Wind macht den Einsatzkräften zu schaffen", sagte Bauamtsleiter André Börner. In der Region Mohorn und Herzogswalde klemmt es auf der B173 in Herzogswalde, in Richtung Freiberg sei aber frei. Von Helbigsdorf nach Limbach gibt es Verwehungen. Die Blankensteiner fahren über Tanneberg nach Wilsdruff und Nossen. Von Tanneberg nach Limbach (S 36) unterstützt das Technische Hilfswerk die Lkw am Berg.

Im Raum Wilsdruff sind die kommunalen Straßen geräumt. Durch den Stau auf der A4 gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet, was zu Behinderungen und Wartezeiten führt. In Oberhermsdorf gibt es in Richtung Kesselsdorf geringe Behinderungen durch Wehen.

Die Straßen in den Gewerbegebieten Wilsdruff, Grumbach und Kesselsdorf sind beräumt.

11.22 Uhr: Mülltouren werden nachgeholt: Die am Montag nicht möglichen Entsorgungen von schwarzer und blauer Tonne gibt es folgende Termine – soweit es das Wetter zulässt.

Restmüll: Tour Stolpen/Königstein/Rathen/Rathmannsdorf und die entsprechenden Ortsteile am 13. Februar.

Restmüll und blaue Tonne: große Behälter, Tour Pirna 4 am 9. Februar

Blaue Tonne: Behälter bis 240 Liter, Tour Pirna 3 am 9. Februar

11.04 Uhr: Kein grenzüberschreitender Fährverkehr im Moment. Wie der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mitteilt, ist die Fähre F1 Schöna- Hřensko aus technischen Gründen ab sofort außer Betrieb.

10.55 Uhr: Die Busse des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind jetzt wieder auf allen Linien unterwegs. Wie das Unternehmen mitteilt, müsse aber mit Verspätungen gerechnet werden.

10.39 Uhr: Das Landratsamt in Pirna empfiehlt den Autofahrern dringend, in höheren Lagen Schneeketten anzulegen. Es werde mit bis zu 15 Zentimeter Neuschnee und starkem Frost gerechnet, hieß es am Montagvormittag.

10.04 Uhr: Die Entsorger Kühl und Becker versuchen, die Grundstücke an den Hauptstraßen zu bedienen. Zudem werden am Montag die größeren Wohngebiete in Freital und am Dienstag in Pirna angefahren. Wie und wann die ausgefallenen Touren nachgeholt werden können, hängt vom weiteren Wettergeschehen und den Straßenverhältnissen ab und wird vom Abfallzweckverband Oberelbe bekanntgegeben. Eine Abfuhr von Abfall und Müll ist nur möglich, wo die Straße so geräumt ist, dass die breiten und schweren Entsorgungsfahrzeuge sie befahren können.

Papier und Verpackungsabfälle sollten zwischengelagert werden und können später zum Wertstoffhof gebracht werden. Für Restabfälle sollten ZAOE-Restabfallsäcke verwendet werden. Es gibt sie in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, der ZAOE-Geschäftsstelle und auf Wertstoffhöfen. Diese Säcke können dann dazugestellt werden, wenn die Entsorgung wieder möglich ist. Andere Säcke sind nicht zugelassen. Die Deckel der Tonnen sollten enteist werden. Die Wertstoffhöfe in Dippoldiswalde, Groptitz, Großenhain, Meißen, Nossen, Neustadt, Pirna-Copitz und Weinböhla bleiben am Montag geschlossen. Wenn es die Wetterlage zulässt werden sie am Mittwoch (Groptitz ab Dienstag) wieder öffnen.

Die Höfe in Freital, Gröbern und Kleincotta haben wie gewohnt geöffnet. Der ZAOE bittet trotzdem von einem Besuch abzusehen, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

09.51 Uhr: Die Mitteldeutsche Regiobahn spricht von Verspätungen im Dieselnetz um Dresden. Betroffen ist die Strecke Pirna-Neustadt-Sebnitz genauso wie die Müglitztalbahn zwischen Heidenau und Altenberg. Grund dafür sei, dass die Beräumung der Schienen vom Schnee eine Herausforderung sei. Sollten Züge sogar ausfallen, könne kein Notverkehr mit Bussen angeboten werden, da die Straßenverhältnisse ebenfalls schwierig sind. Probleme gebe es auch zwischen Dresden und Kamenz sowie zwischen Dresden und Königsbrück. Informationen bekommen die Fahrgäste rund um die Uhr unter 0341 231 898 288 und auf der Website des Unternehmens.

09.09 Uhr: Die Polizei meldet im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge folgende Verkehrsbehinderungen:

  • B170 zwischen Possendorf und Rundteil - mehrere querstehende Fahrzeuge an Steigungen, kein Fortkommen Richtung Zinnwald;
  • S36 Ortsdurchfahrt Tanneberg, Wilsdruffer Straße - in beiden Richtungen starker Schneefall, Schneeverwehungen, Gefahr durch mehrere liegengebliebene Fahrzeuge, nicht mehr passierbar;
  • A17 Prag Richtung Dresden - zwischen Tunnel Coschütz und Tunnel Altfranken Tunnel bis auf weiteres gesperrt, die Umleitungsstrecken sind überlastet.

8.05 Uhr: Noch geht in Sebnitz kaum etwas. Nur ein Teil der Hauptstraßen ist notdürftig geräumt. Damit haben vor allem die Pflegedienste zu kämpfen. Mit ihren Fahrzeugen kommen sie kaum vorwärts. Wer kann, lässt das Auto stehen und geht zu Fuß zu den Patienten.

7.59 Uhr: Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat den Linienverkehr im oberen Osterzgebirge wegen der Schneefälle eingestellt. Aber auch im Flachland kommt es zu Einschränkungen.

© SZ

Das passierte am Sonntag, 7. Februar:

Der Winter hat sich am Sonntag mit aller Kraft zurückgemeldet. Schon in der Nacht hatten Neuschnee und starker Wind an den üblichen Stellen im Landkreis für Schneeverwehungen gesorgt. So unter anderem zwischen Sebnitz, Ulbersdorf und Lohsdorf und auch zwischen Sebnitz, Mittelndorf und Altendorf.

Gefährlich glatt war es auf dem Autobahnzubringer zur A17 in Pirna, meldeten User in den Sozialen Netzwerken.

Unfälle in Breitenau und Friedrichswalde-Ottendorf

Kurz nach 20 Uhr war am Sonnabend zwischen Breitenau und Bad Gottleuba ein Winterdienstfahrzeug verunglückt. Das Fahrzeug der Straßenmeisterei Altenberg ist am Ortsausgang Breitenau in den Graben gerutscht. Das schwere Streufahrzeug mit Schiebeschild kam an einem Baum zum Stehen. Zuvor war es auf der abschüssigen Strecke einem entgegenkommenden Pkw ausgewichen und von der Straße gerutscht.

Ein Bergefahrzeug vom ADAC zog den Lkw aus dem Straßengaben. Das Winterdienstfahrzeug konnte seine Fahrt fortsetzten. Verletzt wurde niemand.

Bei dem Unfall bei Friedrichswalde-Ottendorf wurden drei Personen verletzt.
Bei dem Unfall bei Friedrichswalde-Ottendorf wurden drei Personen verletzt. © Marko Förster

Nach einem Unfall bei Friedrichswalde-Ottendorf kamen drei Personen ins Krankenhaus. Ein Opel war am Sonntagnachmittag mit einem entgegenkommenden BMW kollidiert.

Zwischen Friedrichswalde und dem Abzweig nach Pirna waren zwei Pkws seitlich zusammengestoßen, ein Fahrzeug knallte gegen einen Baum. Die Straße wurde in beiden Richtungen voll gesperrt.

Die Mitarbeiter vom Rettungsdienst vom DRK Pirna und Gottleuba sowie von den Johannitern aus Heidenau betreuten samt Notarzt die Verletzten. Drei Personen aus den beiden Fahrzeugen wurden verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen kam ein Opelfahrer aus Richtung Friedrichswalde-Ottendorf in einer Rechtskurve bei Schneeglätte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte seitlich mit einem BMW, der entgegen kam. Der Opel drehte sich auf der Fahrbahn, der BMW kam nach der Kollision nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Die Straße war bis in den Abend gesperrt.

Sahara-Sand im Neuschnee

Bei der Bob-WM in Altenberg hatten Bahnarbeiter viel zu kehren.
Bei der Bob-WM in Altenberg hatten Bahnarbeiter viel zu kehren. © Egbert Kamprath

Auch im Osterzgebirge hatte es von Sonnabend zu Sonntag stark geschneit. Selbst im Erzgebirgsvorland sind bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gefallen. Dabei war ein interessantes Phänomen zu beobachten. Der Schnee hatte einen leichten Gelbstich. Das hängt mit dem Saharastaub zusammen, der in den vergangenen Tagen in der Schweiz und in Süddeutschland beobachtet wurde. Dort sprachen Beobachter sogar vom Blutregen. So ausgeprägt war die Färbung in unserer Region aber nicht mehr, nur noch ein leichter Schimmer ist auf dem Schnee zu erkennen. Mit einer südlichen Wetterströmung ist der Staub aus Nordafrika in den Wolken bis nach Europa getragen worden. Diese Wettererscheinung kommt immer mal vor.

Im Lockwitzgrund bei Kreischa mussten Autofahrer gut aufpassen.
Im Lockwitzgrund bei Kreischa mussten Autofahrer gut aufpassen. © Marko Klinger

Der Verkehr rollte am Sonntagvormittag im Osterzgebirge. Die Müglitztalbahn fuhr pünktlich, ebenso die Plus-Bus-Verbindung zwischen Glashütte und Dippoldiswalde. Auf den Straßen waren am Sonntag neben den Winterdienstfahrzeugen nur wenige Autos unterwegs, Sicherheitsdienste, Pflegedienste, kaum private Fahrer.

Es wehte ein leichter Wind. Seine Durchschnittswindgeschwindigkeit in Zinnwald lag bei 24 Stundenkilometer, in Böen erreichte sie bis zu 47 Stundenkilometer. Das konnte den frisch gefallenen Schnee verwehen. Es war aber nicht so ausgeprägt, dass deswegen Straßen gesperrt werden mussten. Die Polizei meldete gegen 10 Uhr keine einzige Straßensperrung im Osterzgebirge.

Elbeparkplatz Pirna bis Montag gesperrt

Der Wintereinbruch am Wochenende hat auch in Pirna zu keinen Einschränkungen oder Zwischenfällen geführt. Nach Auskunft der Stadt war der Winterdienst seit 4 Uhr am Sonntagmorgen im Einsatz. Alle Strecken sind inzwischen überwiegend frei, Straßen mussten nicht gesperrt werden. Anfangs sei der Schnee noch sehr nass gewesen, was für die Bauhofmitarbeiter etwas herausfordernd gewesen sei. Derzeit haben sie die Lage im Griff, sie werden auch in der Nacht vom Sonntag auf den Montag wieder ausrücken, da neue Schneefälle angekündigt sind.

Die Altenberger sind erfahren mit größeren Schneefällen und hatten die Lage schnell im Griff. Der Schlitten war am Sonntag das gebräuchlichste „Verkehrsmittel“.
Die Altenberger sind erfahren mit größeren Schneefällen und hatten die Lage schnell im Griff. Der Schlitten war am Sonntag das gebräuchlichste „Verkehrsmittel“. © Egbert Kamprath

Wegen des zunächst noch steigenden Elbepegels mussten neben dem Elbeparkplatz auf der Altstädter Seite von Sonnabend auf Sonntag auch der Elbeparkplatz in Copitz sowie der Elberadweg nach Obervogelgesang zeitweise gesperrt werden. Nachdem der Wasserstand aber wieder etwas sank, befreite der Pirnaer Winterdienst den Copitzer Elbeparkplatz sowie den Elberadweg am Sonntagvormittag von Schnee und Eis, beides ist inzwischen wieder freigegeben. Der Elbeparkplatz auf der Altstädter Seite bleibe aber laut des Rathauses mindestens noch bis zum Montag gesperrt.

Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee am Montag

Trotz der Schneefälle mussten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge keine Straßen gesperrt werden, hieß es am Sonntagabend aus dem Landratsamt. Der Winterdienst funktionierte weitgehend. Beim Regionalverkehr kam es zu einigen Verspätungen. Lediglich die Haltestellen im Wilsdruffer Ortsteil Kaufbach konnten nicht angefahren werden.

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Der Deutsche Wetterdienst hat für Montag allerdings weitere Schneefälle für das Gebiet des Landkreises angekündigt. Örtlich kann es bis zu 25 Zentimeter Neuschnee geben. Für alle rund 80 Mitarbeiter im Winterdienst der vier Straßenmeistereien im Landkreis wurde deshalb Rufbereitschaft angeordnet. Sollte es eine amtliche Unwetterwarnung geben, würden weitere Maßnahmen getroffen, heißt es.

Spannend könnte es morgen früh im Berufsverkehr werden, denn der starke Wind sorgt weiter für Verwehungen auf den Straßen. (SZ/fh, SZ/hk, SZ/mö, mf, SZ/aw)

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