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Wo Klingenberg investieren will

Vom Hundefänger bis zum Feuerwehrhaus, die Gemeinde Klingenberg legt zwar ihren Haushaltsplan viel zu spät vor, hat aber teure Projekte schon angeschoben.

Der ehemalige Gasthof ist dieses Jahr eine der größten Baustellen in der Gemeinde Klingenberg. Hier entstehen Gemeinschaftsräume für die Vereine und die Feuerwehr.
Der ehemalige Gasthof ist dieses Jahr eine der größten Baustellen in der Gemeinde Klingenberg. Hier entstehen Gemeinschaftsräume für die Vereine und die Feuerwehr. © Karl-Ludwig Oberthuer

Kämmerer Carlo Schütze hat zur Gemeinderatssitzung am Dienstag den Haushaltsplan für das laufende Jahr vorgelegt. Der Termin ist außergewöhnlich spät. Von Gesetzes wegen soll dieser Plan vor Jahresbeginn fertig sein. Üblich ist, dass die Gemeinden das zum Jahresanfang vorlegen. Aber Klingenberg ist derzeit komplett in der Umstellung auf das neue System der doppelten Buchführung. Damit begründet Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK) die Verspätung. Als Grundlage für die doppelte Buchführung muss die Gemeinde eine Eröffnungsbilanz vorlegen, und die hat dieses Jahr alle Kapazitäten in der Finanzabteilung der Gemeinde gebunden. So musste die Ausarbeitung des Haushaltsplanes eben warten.

Diese Bilanz ist inzwischen auch fertig. Sie wird derzeit vom Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen. Die Verwaltung will sie dem Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung vorstellen.

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Finanziell gesund

In anderen Gemeinden ist es oft eine Warnung, dass das Geld knapp wird, wenn es den Verantwortlichen nicht gelingt, einen Haushaltsplan aufzustellen. Das sei in Klingenberg nicht der Fall, versichert der Bürgermeister. Das Ziel sei auch, ab kommendem Jahr wieder zu Jahresbeginn die Finanzplanung aufzustellen und in einem weiteren Schritt auch so weit zu kommen, dass die Gemeinde gleich für zwei Jahre planen kann.

Weil die Gemeinde im Grunde finanziell gesund ist, finanziert sie dieses Jahr eine Reihe von Vorhaben. Eines der größten Projekte ist der Umbau des ehemaligen Gasthofs in Obercunnersdorf. Hier stehen rund 880.000 Euro bereit, um im linken Flügel des Gebäudes, wenn man von der Straße aus schaut, das Dorfgemeinschaftshaus einzurichten, und im rechten Flügel das neue Gerätehaus der Feuerwehr Obercunnersdorf. Ebenfalls in den Bereich Brandschutz fällt der Bau einer Zisterne in Colmnitz, für den 100.000 Euro eingeplant sind.

Schulen werden digital ausgerüstet

Im Jahr von Corona ist es von besonderer Bedeutung, die Schulen mit guter Informationstechnik auszustatten. Im Rahmen des Digitalpakts investiert die Gemeinde rund 272.000 Euro für die Ausstattung der Grundschulen in Pretzschendorf und Ruppendorf sowie 153.700 Euro für die Oberschule Klingenberg. Aber auf diesem Feld sind noch weitere Anschaffungen erforderlich wie interaktive Displays oder eine interaktive Tafel für die Oberschule. Das schlägt auch mit rund 10.700 Euro zu Buche. Ebenfalls im Investitionsplan verzeichnet sind sechs Millionen Euro für den Breitbandausbau im Gemeindegebiet. Allerdings ist dieses Vorhaben erst in der Vorbereitung. Es muss europaweit ausgeschrieben werden. Der Beginn der Arbeiten ist erst 2021 zu erwarten.

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Sichtbar sind hingegen schon die Vorbereitungen für die Erweiterung des Horts in Pretzschendorf durch eine Containerlösung, die mit 513.000 Euro kalkuliert ist. Auch für die Sanierung der Kita im Ortsteil Klingenberg sind dieses Jahr 84.000 Euro vorgesehen. Diese Arbeiten laufen derzeit. Dazu kommt eine Vielzahl kleinerer Anschaffungen wie der Erwerb eines „Hundefängers“ für den Hausmeister für 18.000 Euro, Computer, Lizenzen, Schränke, Schulmaterialien und andere Dinge, die eine solche Gemeinde in ihren verschiedenen Bereichen benötigt. 

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