merken
PLUS Dippoldiswalde

Stärken und Schwächen von Dipps

Derzeit läuft die Arbeit an dem Stadtentwicklungskonzept. Bisher ist es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Saechsische.de informiert trotzdem dazu.

Hier ist das Gebiet Dippoldiswalde-Nord mit Gymnasium, Sportpark und dem Wohngebiet Heidepark aus der Luft zu sehen.
Hier ist das Gebiet Dippoldiswalde-Nord mit Gymnasium, Sportpark und dem Wohngebiet Heidepark aus der Luft zu sehen. © Egbert Kamprath

Wo liegen die Problemzonen der Stadtentwicklung von Dippoldiswalde, wo hat Dippoldiswalde gute Entwicklungsmöglichkeiten? Das haben die Stadtentwicklungsgesellschaft Steg und die Stadtverwaltung Dippoldiswalde untersucht, um daraus ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Die Stadtverwaltung behandelt den Entwurf noch nichtöffentlich, wie Sprecherin Linda Knetsch informierte. Er wurde aber an die Ortsvorsteher ausgegeben und liegt auch sächsische.de vor.

Wechselndes Interesse an Umfrage

In dem Papier fließen auch die Ergebnisse der Bürgerumfrage ein, welche die Stadtverwaltung im vergangenen Herbst gemacht hat. Dabei war die Teilnahme sehr unterschiedlich. Sehr gut war die Zahl der Antworten aus der Kernstadt Dippoldiswalde, aus Malter und Reichstädt. Aus Schmiedeberg und Obercarsdorf kamen nur wenige Fragebogen zurück, aus manchen Ortsteilen kam gar kein Echo. Insgesamt konnten 126 Fragebogen ausgewertet werden.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Darauf haben die Bearbeiter bei der Steg und in der Stadtverwaltung die Stadtgebiete in 39 sogenannte Strategiegebiete aufgeteilt. Die kleineren Ortsteile werden jeweils als eine Einheit betrachtet, die größeren werden aufgeteilt. Die Kernstadt ist beispielsweise in sieben verschiedene Gebiete geteilt. Die Aussagen dazu sind hier zusammengefasst:

Sieben Zonen in der Dippser Kernstadt

Das ist erstens das Gebiet am Heidehof. Hier gibt es aus vergangenen Jahren noch Pläne für ein Betreuungszentrum am ehemaligen Windischhaus, die als problematisch eingestuft werden und großen Einfluss auf die Entwicklung haben könnten.

Zweitens wird die nördliche Kernstadt betrachtet. Das ist das Gebiet beiderseits der Rabenauer Straße mit Krankenhaus und Rettungswache. Hier gibt es noch die Möglichkeit, Wohnungen zu errichten ganz in der Nähe zum Zentrum. Auch könnte eine weitere Sanierung des Kulturzentrums Parksäle eine Aufwertung bringen.

Im Osten noch Erweiterungsmöglichkeiten

Daran schließt sich das dritte Gebiet an, Dippoldiswalde-Nord genannt. Das wird geprägt vom Gymnasium und dem Sportpark sowie dem Wohngebiet am Heidepark und an der Rabenauer Straße. Hier fehlt es an Freizeitmöglichkeiten und die Nikolai-Ostrowski-Straße als Hauptzufahrt müsste besser gestaltet werden.

Der Osten der Kernstadt ist das vierte Gebiet, das oberhalb der B 170 beginnt. Hier besteht wenig Handlungsbedarf. Doch gibt es hier schon seit Langem einen Bebauungsplan, um entlang der Glashütter Straße auf dem Feld ein weiteres Wohngebiet zu errichten. Jedoch war bei seiner Aufstellung noch nicht bekannt, dass dieses Gebiet stark von Altbergbau unterhöhlt ist.

Kritik am Obertorplatz und an fehlenden Parkplätzen

In der Innenstadt, dem fünften Gebiet, ist im Rahmen der Stadtsanierung schon viel passiert. Jedoch sind auch noch Mängel deutlich. So fehlen für die Anwohner Parkplätze. Der Obertorplatz findet deutliche Kritik und die Neugestaltung des Busbahnhofs wird angeregt.

Gebiet sechs ist der Süden der Kernstadt mit dem neuen Wohngebiet Wolframsdorfer Straße und der schon etwas älteren „Siedlung“. Man wohnt hier nahe an der grünen Landschaft. Allerdings ist dieser Stadtteil durch die Bundesstraße, die Rote Weißeritz und die Bahnstrecke etwas vom Zentrum abgeschnitten.

Industriebrachen entlang der Weißeritztalbahn

Das siebente Gebiet nennen die Planer Weißeritz-Kleinbahn. Es erstreckt sich von der Vorsperre der Talsperre Malter durch die Unterstadt bis an das Ortsende in Richtung Ulberndorf. Dieses Gebiet wird durch viele Industriebrachen und leerstehende Gebäude geprägt. „Das Gebiet wird demzufolge als Umstrukturierungsgebiet eingestuft“, heißt es vorsichtig. Das bedeutet: Hier ist noch eine Menge zu tun. Problem-Immobilien wie die Hafermühle, die Ratsmühle oder die ehemalige Hydraulik werden benannt.

Ähnlich wird das ganze Stadtgebiet betrachtet von Seifersdorf bis Schönfeld. Nun sollen die Ortschaftsräte darüber diskutieren und in den nächsten Tagen ihre Meinung dazu äußern. Dann soll das Entwicklungskonzept noch einmal überarbeitet und dem Stadtrat vorgestellt werden. Auch wenn die Stadtverwaltung den Entwurf als nichtöffentlich einstuft, können die Ortsvorsteher darüber Auskunft geben, was für ihren Ortsteil enthalten ist.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde