merken
PLUS Dippoldiswalde

Dipps muss Haushalt korrigieren

Wie muss die Stadt die Millionen für den Breitbandausbau verbuchen? Beinahe wäre an dieser Fachfrage der Dippser Haushalt gescheitert.

Hier freute sich die Dippoldiswalder Oberbürgermeisterin Kerstin Körner noch über den Start der Breitbandverkabelung. Inzwischen hat sie finanztechnisch damit ein Problem bekommen.
Hier freute sich die Dippoldiswalder Oberbürgermeisterin Kerstin Körner noch über den Start der Breitbandverkabelung. Inzwischen hat sie finanztechnisch damit ein Problem bekommen. © Egbert Kamprath

Im Frühjahr hat sich die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) noch rundum über den Breitbandausbau gefreut. In der Zwischenzeit hat dieses Projekt ihr die Haushaltsplanung durcheinandergewürfelt.

Meinungsverschiedenheit über 3,5 Millionen Euro

Denn für die Finanzierung bekommt die Stadt rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel, die sie direkt wieder an die Telekom weitergibt, damit das Unternehmen den Breitbandausbau vorantreibt. Aber eine solche Summe muss natürlich ordentlich in den städtischen Finanzen verbucht werden, und dabei gab es eine Meinungsverschiedenheit zwischen der Stadt und dem Landratsamt.

UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand

Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

Wichtig ist, dass jetzt der Haushalt vorankommt

Der Breitbandausbau schafft für die Stadt ja kein Vermögen, sondern ist nur ein Durchlaufposten. Daher hat Kristin Thiele, die amtierende Finanzchefin in Dippoldiswalde, die Summe auch nicht als Investition betrachtet und in dem Kapitel für die Instandhaltungsmaßnahmen verbucht.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde und Umgebung lesen Sie hier.

Weiterführende Artikel

Die Millionenprojekte der Stadt Dipps

Die Millionenprojekte der Stadt Dipps

Schon lange geplant, werden sie nun umgesetzt: Die Erweiterung des Gewerbegebiets Reinholdshain und der Oberschule Schmiedeberg.

Doch damit ist das Landratsamt nicht einverstanden. Es verlangt, dass die 3,5 Millionen Euro in dem Kapitel für die Investitionsförderung eingeplant werden. Für die Stadt Dippoldiswalde ist das nicht entscheidend. Wichtig ist, dass der Breitbandausbau vorankommt und der Haushaltsplan bald bestätigt wird. Denn erst dann können die tatsächlichen Investitionen, die dort geplant sind, wie die Sanierung des Obertorplatzes in Angriff genommen werden. Also musste der Stadtrat noch einmal über den Haushaltsplan entscheiden, was er ohne weitere Debatte machte. Nun hofft die Oberbürgermeisterin, dass noch im August das Landratsamt seinen Segen für das Zahlenwerk gibt.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde