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Freie Wähler Dipps weichen Debatte aus

SPD-Stadträtin Karelli Krischker macht die FW-Fraktion für viele Fehlentwicklungen verantwortlich, speziell ihren neuen und alten Vorsitzenden.

Hans-Jörg Czwink (v.l.) und Klaus Walter sitzen der Fraktion Unabhängige Bürger vor. Kathrin Fröhlich und Falk Kühn-Meisegeier den Freien Wählern.
Hans-Jörg Czwink (v.l.) und Klaus Walter sitzen der Fraktion Unabhängige Bürger vor. Kathrin Fröhlich und Falk Kühn-Meisegeier den Freien Wählern. © Bildstelle

Die Spaltung der Fraktion der Freien Wähler hat den Dippoldiswalder Stadtrat auf seiner Sitzung am Mittwoch ausgiebig beschäftigt. Es war die erste Sitzung in der neuen Konstellation. In der ersten Reihe saßen die vier verbleibenden Mitglieder der Fraktion. Ihr Vorsitzender ist jetzt Falk Kühn-Meisegeier, seine Stellvertreterin Kathrin Fröhlich. In der Reihe dahinter sitzen jetzt die Drei aus der neuen Gruppe der Unabhängigen Bürger mit Hans-Jürgen Czwink als Fraktionschef und Klaus Walter als seinem Stellvertreter. Sie haben sich von den Freien Wählern abgespalten.

Eine politische Abrechnung

Karelli Krischker (SPD) nutzte den Anlass zu einer Abrechnung mit den Freien Wählern und speziell ihrem neuen und alten Vorsitzenden Kühn-Meisegeier. Die Freien Wähler, die von 2001 bis 2018 den Bürgermeister gestellt haben, seien verantwortlich für viele Fehlentwicklungen in der Stadt, die Schieflage des Haushalts, die holprige Eingemeindung von Schmiedeberg und auch dafür, dass das Personal auf Verschleiß gefahren worden sei, sagte sie. In seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender hätte es gerade auch Kühn-Meisegeier in der Hand gehabt, gegenzusteuern. Jetzt würde es in Dippoldiswalde vorangehen und die Stadträte auch einbezogen werden, da spalten sich die Freien Wähler. Kühn-Meisegeier wich einer politischen Diskussion darüber aus. Er sagte nur, er sei dafür zu gut erzogen. Auch keiner seiner Fraktionskollegen nahm dazu Stellung.

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Die deshalb erforderliche Neuaufteilung der Sitze in den Ausschüssen und Aufsichtsräten städtischer Gesellschaften war dann aber eine völlig harmonische Sache, die zügig ablief. Dabei zeigten sich CDU und AfD großzügig und verzichteten teilweise auf Sitze zugunsten der Unabhängigen Bürger oder der SPD/Grünen-Fraktion.

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