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Dippoldiswalde

Stadtentwicklung wiederbelebt

Vor neun Jahren wollten die Dippser ein Entwicklungskonzept auf den Weg bringen. Dann ist es still darum geworden. Jetzt tut sich wieder was.

Ein Blick vom Kirchturm auf die Dippser Innenstadt. Wie sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln soll, wird in einem neuen Konzept ausgearbeitet.
Ein Blick vom Kirchturm auf die Dippser Innenstadt. Wie sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln soll, wird in einem neuen Konzept ausgearbeitet. © Karl-Ludwig Oberthuer

Es begab sich vor langer Zeit, im Jahre 2011. Damals hieß der Bürgermeister von Dippoldiswalde noch Ralf Kerndt. Er und sein Stadtrat beschlossen, ein Entwicklungskonzept für die Stadt zu erstellen. Das sollte 38.000 Euro kosten und in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Steg Dresden ausgearbeitet werden.

Doch das Vorhaben ist dann neun Jahre lang auf der langen Bank hin- und hergeschoben worden. Erst hieß es, Dipps wolle die Eingemeindung von Schmiedeberg abwarten und dann ein Konzept für die ganze Stadt machen. Aber Schmiedeberg ist seit sechs Jahren Teil der Stadt, und ein Entwicklungskonzept gibt es bis heute nicht. Nun hat die Stadtverwaltung das Vorhaben wieder angepackt.

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Jeder Ortsteil wird separat ausgewertet

„Wir haben in den letzten Monaten intensiv an den Inhalten des Programmes gearbeitet und Daten aktualisiert“, informierte Linda Knetsch, Büroleiterin von Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU). „Wichtig ist es uns dabei, dass auch die Bürger aktiv an der Zukunft der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde beteiligt werden sollen.“ Und darum werden jetzt die Bürger gefragt. Ein vierseitiger Fragebogen liegt dem aktuellen Amtsblatt bei und ist auf der Homepage der Stadt zu finden.

Die Fragen richten sich in einem Block gezielt auf die jeweiligen Ortsteile, wo die Teilnehmer leben, und gehen dann auf verschiedene Lebensbereiche ein, wie Wohnen, Tourismus, Kultur- und Freizeitangebote, die Erreichbarkeit und die Mobilität. Bis Mitte Oktober ist Zeit, diese Fragen zu beantworten. Mitarbeiter der Steg werden die Fragebögen dann anonym auswerten.

Auch die Ortschaftsräte werden einzeln abgefragt, wo ihre Orte Stärken und Schwächen haben und in welche Richtung sie sich entwickeln können. So ist es auch möglich, die Antworten getrennt nach Ortsteilen auszuwerten. Die Ergebnisse können dann zusammen mit den Ortsvorstehern beurteilt werden.

Dipps soll neue Bürger anlocken

Das Konzept, das danach entstehen soll, wird verschiedene Fachbereiche abdecken, wie Wirtschaft, Verkehr, Bildung, Wohnen oder Kultur. Im Detail soll es den Bedarf an neuen Standorten für Eigenheime, an Wohnungen, an Kita- und Schulplätzen oder an Nahverkehrsangeboten aufzeigen. Aber auch jetzige Missstände wie Brachen oder Leerstand sollen zum Vorschein kommen und Ideen dargelegt werden, wie sie zu beseitigen wären.

„Ziel ist es, Dippoldiswalde noch attraktiver für weitere Zuzüge zu gestalten“, sagt Knetsch. Schließlich hat die Oberbürgermeisterin die Vorgabe gemacht, dass Dippoldiswalde wieder die Marke von 15.000 Einwohnern erreichen soll. Zu Beginn dieses Jahres betrug die Einwohnerzahl 14.310, wie das Statistische Landesamt informiert.

Ein solches Konzept ist auch ein wichtiges Argument, wenn die Stadt für ihre Vorhaben Fördergelder beantragt. Wenn sie dann sagen kann, das ist Teil unseres Entwicklungskonzepts, sind die Geldgeber eher bereit, solche Projekte zu unterstützen. 

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