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2021 kommt die Bundespolizei nach Dipps

Die Bundespolizei verlegt den Sitz ihres Reviers von Altenberg nach Dipps. Hier steht ein Polizeigebäude für sie bereit, wo aber erst gebaut werden muss.

Einträchtig stehen ein Einsatzfahrzeug der Landespolizei und ein Zivilwagen der Bundespolizei nebeneinander vor dem Polizeigebäude am Markt. Künftig gibt es dieses Miteinander auch im Gebäude.
Einträchtig stehen ein Einsatzfahrzeug der Landespolizei und ein Zivilwagen der Bundespolizei nebeneinander vor dem Polizeigebäude am Markt. Künftig gibt es dieses Miteinander auch im Gebäude. © Egbert Kamprath

Im Frühjahr 2020 ist die Entscheidung gefallen, dass das Bundespolizeireviers Dippoldiswalde eingerichtet wird, das wiederum zur Bundespolizeiinspektion Berggießhübel gehört. Der Hauptsitz des Reviers wird, wie der Name schon sagt, in Dipps eingerichtet. Die Bundespolizei bleibt in Altenberg im ehemaligen Zollamt in Zinnwald mit einem Außenposten vertreten.

In Dippoldiswalde soll das neue Bundespolizeirevier seinen Sitz am Marktplatz erhalten im Polizeigebäude, wo bis 2015 die Führung des Landespolizeireviers ansässig war. Weil aber in Freital wesentlich mehr polizeiliche Aufgaben anfallen, ist die Revierleitung der Landespolizei erst dorthin umgezogen, ehe dann im Juli 2019 das Revier umbenannt wurde in Freital-Dippoldiswalde. Seitdem stehen Teile des Gebäudes ungenutzt.

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Was gemeinsam geht und was getrennt sein muss

Das Gebäude am Dippser Markt gehört dem Freistaat Sachsen, der es durch seinen Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB verwaltet. Dessen Vertreter haben sich bereits mit den beiden Polizeistellen verständigt, welche Räume diese gemeinsam nutzen können und wo eine räumliche Trennung notwendig ist, wie Alwin-Rainer Zipfl, Pressesprecher des Immobilien- und Baumanagements, informierte. Der Eingang, die Sozialräume und der Bereich des Diensthabenden können sie gemeinsam nutzen.

Jeder braucht sein eigenes Datennetz

Anders sieht es bei der Datentechnik aus. Hier brauchen die Landes- und die Bundespolizei jeweils ein eigenes Datennetz. Denn bei der Sicherheitstechnik, der Datenverarbeitung und bei der Anbindung in die internen Netze müssen Landes- und Bundespolizei getrennt voneinander arbeiten. Deswegen wird für die Server der Bundespolizei ein eigener Raum geschaffen, der besonderen Sicherheitsanforderungen entspricht und klimatisiert wird.

Auch müssen alle Räume, wo die Bundespolizei einzieht, an deren Datennetz angeschlossen werden. Dazu werden in großem Umfang neue Datenkabel verlegt. Dafür werden Wanddurchbrüche und Kabelkanäle erforderlich. Die müssen danach wieder in Ordnung gebracht werden und die Räume neu gestrichen. Außerdem wird eine neue Schließanlage eingebaut, um die beiden Bereiche voneinander zu trennen. Gebaut wird sowohl im Haupt- als auch im Nebengebäude.

Spätestens Ende 2021 sind die Bauarbeiten fertig

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Für die Planung und die Installation der gesamten Sicherheits- und Datentechnik wird ein externes Planungsbüro beauftragt. Das könnte bis Anfang April 2021 die Planung fertigstellen. Damit steht auch fest, wie viel die gesamten Baumaßnahmen voraussichtlich kosten werden. Dann folgen die eigentlichen Bauarbeiten, die bis spätestens Ende 2021 abgeschlossen sein sollen, wie Alwin-Rainer Zipfl weiter mitteilt. Wenn dann die Bundespolizei eingezogen sein wird, ist sowohl das Gebäude als auch der ummauerte Außenbereich komplett belegt.

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