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Schmiedeberg, China und zurück

Georg Walther und Tobias Heber fuhren per Rad nach China. Jetzt haben sie was zu erzählen.

Zwei Tage vor der Einreise nach China durchquerten die beiden Schmiedeberger das Alai-Tal im Süden Kirgistans mit dem Pamir im Hintergrund.
Zwei Tage vor der Einreise nach China durchquerten die beiden Schmiedeberger das Alai-Tal im Süden Kirgistans mit dem Pamir im Hintergrund. © Tobias Heber

Über anderthalb  Jahre ist es her, dass die beiden Schmiedeberger Tobias Heber und Georg Walther die Satteltaschen packten und ihr Rad in Richtung Reich der Mitte lenkten. Acht Monate waren sie damit beschäftigt. "Inzwischen sind wir auch schon fast ein Jahr wieder da", sagt Tobias Heber, der inzwischen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden arbeitet: "Die Reise haben wir genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht." Nicht nur, weil inzwischen Corona alle Vorhaben dieser Art gestoppt hat. Die beiden Radler sind inzwischen auch beruflich zu eingespannt für monatelange  Fahrten.

Doch die 13.000 Kilometer stecken Tobias Heber noch in den Knochen: "Mit so einer Erfahrung bekommt man zwangsläufig ein anderes Gefühl für die Welt", sagt er: "Vor allem, was für ein schöner Ort zum Leben sie doch ist." Und während ihm kein schlechtes Erlebnis aus den acht Monaten einfällt, wird er mit dem Aufzählen der guten Erfahrungen gar nicht fertig: "Da ist beispielsweise diese unglaubliche Gastfreundschaft im Iran. Über den hört man ja hier immer nur Problembeladenes", sagt er. Vor Ort machten sie ganz andere Erfahrungen: "Es kamen immer Leute zu uns, die uns zum Essen einluden. Wir haben gar nichts dafür getan." Sie mussten sogar Einladungen ausschlagen, weil sie ja auch noch einen Weg zu erledigen hatten: "Mehr als eine Nacht konnten wir fast nirgends bleiben", erzählt Heber: "Nur ganz zum Schluss haben wir uns in China mit Freunden getroffen und waren fünf Tage in Hongkong." 

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Kein Problem mit Kyrillisch und Chinesisch

In China nutzten sie auch ein einziges Mal den Zug für 3.000 Kilometer: "Das war im Nordwesten Chinas, eine landschaftlich eher unspektakuläre Gegend." Dort mussten sie 'metern', weil die Zeit knapp wurde. 

Durch die kyrillische Buchstabenwelt konnten sie sich beide durchhangeln. Georg Walther lernte die chinesischen Schriftzeichen bereits, als er dort ein soziales Jahr absolvierte. "Aber bei Persisch waren wir beide aufgeschmissen." Obwohl - aufgeschmissen wären sie eigentlich nirgends gewesen: "Wenn Englisch nicht weiterhilft, dann eben Google translate." Auf diese Weise haben sie auch erfahren, dass den Menschen eigentlich überall auf der Welt dieselben Dinge wichtig sind: "Nach dem üblichen 'Wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin' gingen die Kennenlern-Fragen immer in Richtung Familie", erzählt Heber: "Was unsere Eltern über unsere Reise denken, was unsere Familie jetzt macht ohne uns."

Inzwischen können die beiden von der Reise ihres Lebens berichten - und werden das am Sonnabend im Schloss Lauenstein auch tun. Eine kleinere Radtour haben sie auch dieses Jahr unternommen - durch die deutschen, österreichischen und italienischen Alpen: "Ich hoffe, wenigstens dass wir wenigstens so eine Variante jedes Jahr schaffen werden."

Dresden - Teheran - Guangzhou. Auf dem Fahrrad gen Osten. Reisebereicht mit Georg Walther und Tobias Heber am 2. Oktober, 19 Uhr im Schloss Lauenstein. Anmeldung unter Telefon 035054 254 02

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