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Schwergewichte aus dem Ostblock im Steinbruch Hartmannsdorf

Bei der internationalen Truck-Trial-Meisterschaft geht es am Wochenende um die Geländegängigkeit von Robur, Tatra und anderen bekannten Fabrikaten.

Tatras werden einige am Start sein beim Truck Trial am Wochenende im Hartmannsdorfer Steinbruch.
Tatras werden einige am Start sein beim Truck Trial am Wochenende im Hartmannsdorfer Steinbruch. © Andreas Weihs

Der Robur ist ein Klassiker. Das Gesicht des W50 aus der Produktpalette des DDR-Industrieverbandes Fahrzeugbau (IFA) ist jedem DDR-Kind wohlvertraut. Die tschechischen Tatras und die russischen Schwergewichte der Marken GAZ und Sil gehören ebenfalls in die Ostblock-Autoquartetts.

In Hartmannsdorf-Reichenau werden sie am Wochenende alle zur internationalen Truck-Trial-Meisterschaft zu sehen sein. PS, Gewicht, Geländegängigkeit - alle diese Parameter lassen sich dann in Echtzeit im Steinbruch am Röthenbacher Berg vergleichen. "Es braucht schon einen Steinbruch oder Ähnliches", sagt Steve Weber, erster Vorsitzender des ausrichtenden Truck-Trial-Clubs Deutschland mit Sitz in Chemnitz - der Verein, der das Elefantenrennen ausrichtet.

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Felsbrocken und Baggerlöcher im Weg

"Die Truckfahrer müssen diverse Tore schaffen und damit umgehen, dass auch mal ein Felsbrocken oder ein Baggerloch überwunden werden muss", sagt Weber, "das macht die Sache erst spannend." Deshalb ist er froh, mit Hendrik Schwarz, dem Besitzer des Steinbruchs, einen guten Partner für die Wettkämpfe gefunden zu haben: "Wir machen das jetzt zum dritten Mal in Hartmannsdorf-Reichenau."

Die Wertung findet in verschiedenen Klassen statt: Grob geordnet nach der Achsenzahl: "Angefangen bei den Unimog-Zweiachsern bis zu den Vierachsern von Tatra und Mercedes", und dann innerhalb der Klassen nochmal nach Länge und Breite differenziert.

Überrollbügel als Lebensretter

"Die Fahrzeuge wurden speziell für den Motorsport aufgebaut", erklärt Weber weiter: "ausgestattet mit Sportsitzen, Feuerlöscher und Überrollkäfig." Speziell der Überrollkäfig habe ihm vor vier Jahren beim Truck-Trial in Oberottendorf das Leben gerettet: "Da hatte ich mich mit dem GAZ 66 siebenmal überschlagen", erzählt er. Die Rippen- und Armbrüche, die er sich dabei zuzog, sind verheilt - und taten seiner Leidenschaft für die diesen Sport keinen Abbruch.

"Tschechien ist die Hochburg der Truck-Trials", sagt er: "Dort zieht der Sport mehr Zuschauer als Fußball, die Wettkämpfe werden im Fernsehen ausgestrahlt." Von dort sei die Welle nach ganz Europa geschwappt, "nach Spanien, England, Niederlande, Österreich." Zu den Terminen des Truck-Trial-Clubs kämen auch Duisburger und Kulmbacher Fans.

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Weber ist froh, dass die Trials nach langer Corona-Pause wieder stattfinden können. Die 3G-Regel, die derzeit im Landkreis gilt, muss der Verein einhalten, auch wenn die Veranstaltung im Freien stattfindet: Besucher müssen also entweder nachweisen, dass die gegen Corona geimpft sind oder von Corona genesen, oder einen aktuellen Test von offizieller Stelle mitbringen. Die Kontaktdaten können mit der Luca-App oder über ein Kontaktformular am Einlass hinterlassen werden.

Internationale Truck-Trial-Meisterschaft

  • Sonnabend, 25. September: 11 bis 18 Uhr, Sonntag. 26. September, 10 bis 16 Uhr
  • Steinbruch Röthenbacher Berg, Hartmannsdorf-Reichenau
  • www.ttcd.de


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