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Erzgebirge gibt exklusive Einblicke

Am Wochenende findet der 21. Tag des traditionellen Handwerks statt. Die Region wartet mit handwerklichen Überraschungen auf.

Erzgebirgsweit öffnen am 18. Oktober über 100 Schauwerkstätten und Manufakturen ihre Türen zum Tag des traditionellen Handwerks und gewähren Einblicke in die einzigartige und vielfältige Handwerkskunst.
Erzgebirgsweit öffnen am 18. Oktober über 100 Schauwerkstätten und Manufakturen ihre Türen zum Tag des traditionellen Handwerks und gewähren Einblicke in die einzigartige und vielfältige Handwerkskunst. © Foto: Tourismusverband Erzgebirge

Es ist wieder soweit: Am Sonntag öffnen zahlreiche Werkstätten im Erzgebirge ihre Türen, um exklusive Einblicke hinter die Kulissen zu geben und Besucher in die Welt des Handwerks mitzunehmen. "Dabei ist Vielfalt angesagt, denn es werden Gewerke jeglicher Art vorgestellt und präsentiert", teilt der Tourismusverband Erzgebirge mit.

In diesem Jahr stehen die teilnehmenden Handwerker, Museen und Vereine wegen des Coronavirus zwar vor neuen Herausforderungen bei der Organisation. "Doch trotz dieser besonderen Umstände haben sich fast 100 Teilnehmer angemeldet, darunter sogar sieben neue", teilt Claudia Brödner vom Tourismusverband mit.

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Neben traditionellem Holzkunsthandwerk, den textilen Handwerkstechniken, wie Klöppeln, Sticken, Spinnen oder Weben sind auch wieder viele andere, seltene und alte Gewerke zu erleben. Bestaunt werden kann zum Beispiel die Strumpfherstellung um 1920, die Senfherstellung auf einer traditionellen Senfmühle, das Restaurieren alter Polstermöbel, das Drucken in einer historischen Druckerei, das Papierschöpfen und Baumkuchenschaubacken.

Auch der Räuchermittelhersteller Knox in Mohorn-Grund öffnet an diesem Sonntag seine Türen.
Auch der Räuchermittelhersteller Knox in Mohorn-Grund öffnet an diesem Sonntag seine Türen. © Foto: SZ / Jürgen Lösel

Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich einmal selbst an der Werkbank auszuprobieren. Unter anderem können sie glühendes Eisen mit dem Schmiedehammer bearbeiten, eine Glaskugel blasen, behutsam das Eisen beim Drechseln führen oder einen typisch erzgebirgischen Spanbaum stechen. 

Viele Handwerker haben spezielle Angebote für Kinder vorbereitet, so zum Beispiel das Basteln von Sockenmonstern, das Trockenfilzen kleiner Schäfchen, das Schnitzen von Reifentieren, Ponyreiten, eine Mineralienschatzsuche, das Basteln von Weihnachtsengeln oder das Glasgravieren.

Besucher werden gebeten, die geltenden Hygienevorschriften einzuhalten. Aufgrund der vorgeschriebenen Maßnahmen kann es besonders in kleineren Werkstätten zu Wartezeiten kommen. Die Handwerker bitten um Verständnis, so Brödner.

Die Teilnehmer im Osterzgebirge (Sonntag, 10-17 Uhr)

  • Schäferei und Spinnstube Drutschmann, Dippoldiswalde OT Reichstädt
  • Mühle und Bäckerei Bärenhecke, Glashütte OT Bärenhecke
  • Sägewerksmuseum Herklotzmühle, Hermsdorf OT Seyde (von 10-14 Uhr)
  • Flechtwerkstatt im Ferienhof Näcke, Klingenberg OT Beerwalde 
  • Essig Schneider Ulrike Schneider, Klingenberg OT Colmnitz
  • Knox - Apotheker Hermann Zwetz Räuchermittelherstellung GmbH, Mohorn-Grund
  • Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau

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In der Spinnstube der Familie Drutschmann wird am Sonntag gezeigt, dass man aus Schafwolle viel mehr als Socken herstellen kann.

Der „Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge“ findet seit 2000 immer am dritten Wochenende im Oktober statt. Organisiert wird er vom Tourismusverband Erzgebirge. In diesem Jahr haben sich 100 Teilnehmer angemeldet, davon sind 28 Unternehmen am Sonnabend und Sonntag geöffnet. Neu dabei sind das Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz, Fleischerei und Partyservice Schaarschmidt, Erzgebirgische Volkskunst Neuber, Erstes Deutsches Strumpfmuseum Gelenau, Essig Schneider, AWO Bürgerhaus Drebach und Imkerei und Senfmanufaktur René Weißbach. Nach Angaben des Touismusverbandes gibt es deutschlandweit kein ähnliches Angebot. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Tourismusverbandes.

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