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Das wird der neue Dippser Blitzer

Im April endet die unfreiwillige Pause, welche die Stadt Dipps mit der Geschwindigkeitsmessung gemacht hat. Das kann die neue Kamera.

Von Franz Herz
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Eine solche Messkamera Poliscan FM1 der Firma Vitronic hat die Stadt Dipps gekauft. Ende März wird sie geliefert.
Eine solche Messkamera Poliscan FM1 der Firma Vitronic hat die Stadt Dipps gekauft. Ende März wird sie geliefert. © PR Vitronic

Die Entscheidung ist gefallen. Die Stadt Dippoldiswalde schafft ein neues System an, um Raser auf den Straßen zu überführen. Es wird ein automatisches Überwachungsgerät der Firma Vitronic, das im April in Betrieb gehen soll.

Die Stadt hatte nichts in der Hand gegen Temposünder

Dippoldiswalde hat seit vergangenem Jahr ein Problem. Die teure Überwachungskamera zur Kontrolle der Geschwindigkeit hat sich als unzuverlässig erwiesen. Deswegen hat die Stadt sie aus dem Betrieb genommen. In Dipps begann eine Blitzerpause. Nur noch die Landespolizei war mit ihren Messkameras unterwegs. Die Stadt hatte nichts mehr in der Hand gegen Temposünder, obwohl es auch zu ihren Aufgaben gehört, die Geschwindigkeit auf den Straßen zu kontrollieren.

Rund 63.000 Euro kostet die neue Messkamera

Diese Blitzerpause geht nun bald zu Ende. Auf die Ausschreibung kam ein Angebot von der Firma Vitronic mit ihrem System „Poliscan FM1“, informierte Judy Koch, die Leiterin des Dippser Ordnungsamts. Rund 63.000 Euro wird die neue Messtechnik kosten.

Mit Lasertechnik erfasst die Poliscan, wo, wann und wie schnell Fahrzeuge unterwegs sind. Sie können so auch eindeutig nachweisen, wer auf welcher Spur mit welchem Tempo unterwegs war. Die Messstrecke reicht 75 Meter weit. Wenn man die Kamera also sieht, ist es für Temposünder in der Regel schon zu spät. Das System kann mehrere Fahrzeuge gleichzeitig aufnehmen und erfasst Geschwindigkeiten zwischen 10 und 320 Stundenkilometer, wie die Firma Vitronic informiert.

Schlechte Aussichten auf Schadensersatz

Geliefert wird die Poliscan Ende März. Anfang April werden die Mitarbeiter mit dem System geschult. Dann endet die unfreiwillige Dippser Blitzerpause.

Das alte Blitzsystem von der Firma Leivtec hat Dipps im Jahr 2018 für 49.000 Euro gekauft. Es hätte normalerweise noch einige Jahre seinen Dienst tun können, wenn es nicht einen generellen Konstruktionsfehler gehabt hätte, wegen dem alle derartigen Systeme aus dem Verkehr gezogen wurden. Die Stadtverwaltung hat geprüft, ob sie Regressansprüche an die Firma Leivtec stellen kann. „Aber die Aussichten dafür stehen schlecht“, informierte der stellvertretende Bürgermeister Jens Stoppok (CDU).