Der neue Dippser Blitzer kommt bald

Die Stadt Dipps sucht eine neue Anlage, um die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Den Auftrag dafür hatte sie öffentlich ausgeschrieben. „Das eingegangene Angebot befindet sich im vorgegebenen Kostenrahmen bis 70.000 Euro“, informierte Linda Knetsch, Pressesprecherin der Stadtverwaltung.
Verhandlungen über die Software laufen noch
Bevor eine Entscheidung fallen kann, sind noch Verhandlungen erforderlich. Darin geht es unter anderem um die Software, die in Zukunft zur Auswertung der Messergebnisse erforderlich ist.
Dippoldiswalde als große Kreisstadt hat ein eigenes Verkehrsamt und hat auch selbst das Recht, das Tempo auf den Straßen zu überwachen. Erst hat die Stadt diese Aufgabe an eine Fremdfirma vergeben, die dann aber nur zweimal im Monat in Dippoldiswalde im Einsatz war. Deswegen hat sich die Stadt 2018 eine eigene Messanlage angeschafft. Die war dann auch viel im Einsatz und hat gutes Geld in die Stadtkasse gebracht.
Die Dippser hatten Pech mit renommierter Firma
Aber die Dippser hatten Pech. Sie hatten ein System der Marke Leivtec angeschafft, einer Tochterfirma des renommierten Kameraherstellers Leica. Damit sollte man ein Qualitätsprodukt haben, dachte mancher. Aber es zeigten sich Probleme mit der Zuverlässigkeit. Die Messergebnisse aller Leivtec-Systeme dieser Baureihe waren zweifelhaft. Darauf wollte sich die Stadtverwaltung nicht mehr einlassen. Es hätte ja sein können, dass ihre Bußen vor Gericht kassiert werden.
Vor einem Jahr nahm Dipps den Blitzer aus dem Betrieb. Seitdem sind im Stadtgebiet nur noch die Polizei und das Landratsamt aktiv, um Temposünder zu finden. Die Stadt ist außen vor. Doch das wird sich wieder ändern, sobald die Verwaltung mit dem neuen Kamerahersteller handelseins ist.