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Geisings Bahnhalt wird aufgehübscht

Der Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn wollen an zwei Stellen die Müglitztalbahn attraktiver machen. Dafür gibt es gute Gründe.

Von Marika Brückner
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Die Müglitztalbahn hat in den letzten Jahren immer mehr Fahrgäste gewinnen können.
Die Müglitztalbahn hat in den letzten Jahren immer mehr Fahrgäste gewinnen können. © Stefan Müller

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die Deutsche Bahn-Tochter DB Netz AG arbeiten weiter daran, die Bahnverbindung im Müglitztal noch attraktiver zu machen. "In den kommenden Jahren steht die Verschiebung des Haltepunktes in Oberschlottwitz sowie die Modernisierung der Station in Geising im Zuge des Stationsprogramms mit der DB Netz AG an", erklärt VVO-Sprecher Christian Schlemper auf Nachfrage von Sächsische.de.

Zudem gehört die Müglitztalbahn zu den Strecken, für die der Verkehrsverbund den Einsatz von Zügen mit alternativen Antrieben untersuchen lässt. Bereits jetzt ist die Strecke, die Altenberg über Glashütte mit Heidenau im Elbtal verbindet, nach der Verbindung Kamenz-Dresden die zweitbeliebteste Zugverbindung im sogenannten Dresdner Dieselnetz, zu dem vier Strecken gehören. Schlemper legt dazu Zahlen vor.

Zahl der Fahrgäste hat deutlich zugenommen

Im Jahr 2019 hatte die Müglitztalbahn von Montag bis Freitag täglich 1.780 Fahrgäste. Zählt man die rund 100 Fahrgäste mit, die täglich im Expressbus 372 zwischen Heidenau und Glashütte saßen, wären es rund 1.880, rechnet Schlemper vor. 2014, fünf Jahre vorher waren es mit 1.580 Reisenden rund 300 weniger. 2009, also vor gut zehn Jahren, waren es nur 1.280 Fahrgäste. Somit ist die Zahl der Reisenden in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt um 600 gewachsen. "Seit 2009 ist das ein Plus von rund 50 Prozent", so Schlemper.

Noch besser entwickelten sich die Fahrgastzahlen an den Wochenenden. Hier fasst der VVO die Zahlen des normalen Linienverkehrs mit denen des Ski- und WanderExpress RE 19 zusammen. Demnach fuhren 2019 an Sonnabenden durchschnittlich 920 Fahrgäste mit, 2014 waren es 680 Reisende, 2009 nur 540. "Somit sind in zehn Jahren an jedem Samstag fast 400 Reisende hinzugekommen, seit 2009 ein Plus von rund 70 Prozent", so Schlemper. Ein ähnliches Bild zeigt sich an Sonn- und Feiertagen.

2019 wurden durchschnittlich 860 Fahrgäste gezählt, 2014 waren es 600 Reisende, 2009 nur 570. Damit hat die Zahl der Reisenden an Sonn- und Feiertag um durchschnittlich rund 300 Reisende zu genommen. Das bedeutet ein Plus von rund 50 Prozent.

Beliebt ist die Verbindung vor allem beim Job-Ticket-Inhaber. Allein in Glashütte gibt es derzeit rund 230 Job-Ticket-Nutzer.

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