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Dippoldiswalde, Klingenberg und Bannewitz schließen sich Internetprojekt an

Der Landkreis will die grauen Flecken bei der Breitbandversorgung beseitigen. Städte und Gemeinden sind dabei - wenn es nichts kostet.

Wenn diese Kabel mit Lichtleiter einmal liegen, dann sollte die Interneterschließung perfekt sein. Bisher gibt es aber noch weiße und graue Flecken.
Wenn diese Kabel mit Lichtleiter einmal liegen, dann sollte die Interneterschließung perfekt sein. Bisher gibt es aber noch weiße und graue Flecken. © Egbert Kamprath

Die Entwicklung der Technik läuft im Sauseschritt. Bisher hat die Bundesregierung noch die weißen Flecken im Internetausbau im Blick gehabt. Nun ist der Stand aber so, dass auch mit einem Anschluss, der beispielsweise eine Datenleistung von 30 Megabit pro Sekunde bringt, manche datenhungrige Anwendung nicht ordentlich läuft. Solche Bereiche, wo sozusagen stockender Verkehr herrscht auf der Datenautobahn, sollen auch ausgebaut werden, damit die Daten flott flitzen können.

Der erste Schritt ist die Markterkundung

Diese Bereiche werden „graue Flecken“ genannt. Der Bundesverkehrsminister hat ein Förderprogramm aufgelegt, um auch diese Flecken abzudecken. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge will ein solches Projekt auf den Weg bringen, das hat der Kreistag auf seiner Sitzung im Juni beschlossen. Die einzelnen Kommunen können sich dem anschließen. Das machen viele Städte und Gemeinden jetzt. Dabei geht es im ersten Schritt um die Erkundung des Marktes. Das ist die Basis für den zweiten Schritt, in dem tatsächlich ausgebaut wird.

Vereinbarung gilt nur, wenn alles gefördert wird

Der Gemeinderat von Klingenberg hat am Dienstag beschlossen, sich an der Markterkundung des Landkreises zu beteiligen. Der Stadtrat von Dippoldiswalde hat auf seiner jüngsten Sitzung ebenfalls so entschieden, ebenso der Bannewitzer Rat.

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Die gewonnenen Daten, so heißt es im Sitzungspapier aus Bannewitz, könnten den Städten und Gemeinden aber für die Umsetzung eigenständiger Projekte zur Verfügung gestellt werden. Die Vereinbarung, so der einstimmige Beschluss der Gemeinderäte, trete nur dann in Kraft, wenn eine vollständige Finanzierung durch Fördermittel gesichert ist und der Kommune keine Kosten entstehen.

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