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Radwegpläne an der Malter reifen

Für den Radwegbau rings um die Talsperre Malter müssen die Stadt Dipps und der Landkreis zusammenarbeiten. Warum sie das nur gemeinsam schaffen können.

Schmal drückt sich die Straße von Dipps nach Paulsdorf zwischen Hang und Talsperre hindurch. Für Radfahrer und Fußgänger fehlt bisher ein eigener Weg.
Schmal drückt sich die Straße von Dipps nach Paulsdorf zwischen Hang und Talsperre hindurch. Für Radfahrer und Fußgänger fehlt bisher ein eigener Weg. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ein Radweg um die Talsperre Malter, dieses Ziel beschäftigt schon Generationen von Politikern in Dippoldiswalde. Kerstin Körner, seit 2019 CDU-Oberbürgermeisterin der Stadt, hofft nun auf weitere Unterstützung vom Landkreis in dieser Angelegenheit. Sie arbeitet dafür beim Projekt Radverkehrskonzeption für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit. „Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro für Systemberatung und Planung GmbH soll eine Konzeption erarbeitet werden. Der Radweg Malter steht für Dippoldiswalde als oberste Priorität. Hier geht es nicht nur um touristische Radwege, sondern auch um Radwege die für Schüler und Einwohner, die auf die Arbeit fahren“, sagte sie auf Anfrage von sächsische.de.

Stadt Dippoldiswalde und Landkreis kooperieren

Auf den Landkreis ist die Stadt Dippoldiswalde auch angewiesen, weil die Straße von Dippoldiswalde nach Paulsdorf und weiter Richtung Seifersdorf eine Kreisstraße ist. Hier muss der Landkreis den Radweg auf den Abschnitten zwischen den Orten bauen, ebenso wie er die Brücken über die Malter-Seitenarme sanieren und zugleich verbreitern muss, damit neben dem Autoverkehr auch noch ein Radweg seinen Platz findet.

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Für diese Bauplanungen wird es ein Pluspunkt sein, wenn der Malter-Radweg in einer anerkannten Konzeption aufgenommen ist. Auf dieser Basis sind Fördermittel leichter zu bekommen.

Brückensanierung über den Lämmergrund geplant

Der Landkreis plant dieses Jahr die Sanierung der Bogenbrücke über den Lämmergrund in Paulsdorf. Die Arbeiten sollen im Februar mit Baumfällungen beginnen. Hier sollen die vorhandene Bogenbrücke erneuert werden und daneben eine zweite Brücke aus Aluminium entstehen, auf der Fuß- und Radweg ihren Platz finden. Im vergangenen Sommer kam die Zusage vom Freistaat Sachsen, dass er das Vorhaben mit 920.000 Euro fördert. Das sind 90 Prozent der geplanten Kosten.

Danach muss auch noch die Brücke über den Tännichtgrund zwischen Dippoldiswalde und Paulsdorf saniert und erweitert werden. Hier ist die Situation ähnlich dem Projekt über den Lämmergrund. Außerdem muss der Damm über den Seifenbach in Paulsdorf erneuert werden, ehe hier ein Radweg drüber geführt werden kann. Die Brücke über die Vorsperre ist vor 15 Jahren erneuert worden. Sie reicht für einen Radweg aus. Dann wären alle Brücken rings um die Talsperre soweit, dass darüber ein Radweg geführt werden kann. Dann könnte ein ordentliches Stück Radweg errichtet werden.

Vorplanung für den Radweg seit 2012

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Eine Vorplanung für diesen Radweg gibt es schon lange. 2012 haben die Arbeiten dafür begonnen. Heiko Weigel, der Beigeordnete im Landratsamt, wollte sie auch bereits im alten Jahr einmal im Dippser Stadtrat vorstellen. Allerdings kamen die Corona-Einschränkungen dazwischen. Vorgesehen ist, im Kreishaushalt für die Jahre 2022/23 wieder Gelder für die weitere Planung des Malter-Radwegs einzuplanen.

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