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Minikreisel erneut in der Kritik

Ein Schlottwitzer macht Vorschläge, wie es am Kreisel in Niederfrauendorf sicherer werden könnte. Das Straßenverkehrsamt hält diese aber nicht für relevant.

Klein, aber oho: Der Kreisverkehr in Niederfrauendorf.
Klein, aber oho: Der Kreisverkehr in Niederfrauendorf. © Egbert Kamprath

Seit knapp einem Jahr gibt es in Niederfrauendorf einen Kreisverkehr. Jeder, der hier vorbeigekommen ist, hat offenbar auch eine Meinung dazu. So auch Hans-Jochen Büttner. Der Schlottwitzer hat sich allerdings noch kein abschließendes Urteil gebildet. "Ob sinnvoll oder nicht, wird sich noch zeigen", sagt er. Er appelliert aber an alle Fahrzeugführer, dort die Regel des Straßenverkehrsrechts einzuhalten.

Achtung: Kreisverkehr. Wer aus Richtung Glashütte nach Niederfrauendorf kommt, wird über diesen Vorwegweiser auf den Kreisel aufmerksam gemacht.
Achtung: Kreisverkehr. Wer aus Richtung Glashütte nach Niederfrauendorf kommt, wird über diesen Vorwegweiser auf den Kreisel aufmerksam gemacht. © Egbert Kamprath

Das Befahren klappt eigentlich recht gut, wenn alle aufmerksam fahren, meint Büttner. Zwar dürfte inzwischen jeder wissen, dass derjenige, der im Kreisverkehr unterwegs ist, auch Vorfahrt hat. Doch wüssten einige nicht, wie man sich bei diesem Minikreisel verhält - weil die Kreisfahrbahn sehr klein ist. Viele Einheimische würden sich inzwischen auskennen. Doch als „Fremder“ werde man verwirrt, meint Hans-Jochen Büttner.

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Geradeaus, nach rechts oder links: Wer aus Reinhardtsgrimma kommend nach Niederfrauendorf fährt, erkennt erst im letzten Moment, dass gleich ein Kreisverkehr folgt.
Geradeaus, nach rechts oder links: Wer aus Reinhardtsgrimma kommend nach Niederfrauendorf fährt, erkennt erst im letzten Moment, dass gleich ein Kreisverkehr folgt. © Egbert Kamprath

Hans-Jochen Büttner ist mit der Beschilderung am Kreisel nicht zufrieden. "Man hat an drei Einfallstraßen zwar neue Schilder mit Hinweis auf den Kreisverkehr aufgestellt", sagt er. Aus Richtung Reinhardtsgrimma fehlt dieser aber. Kraftfahrer werden hier aufgefordert, die Straße entweder geradeaus zu befahren oder nach rechts oder links abzubiegen. Erst kurz vor dem Kreisel steht das runde, blaue Hinweisschild zum Kreisverkehr. Das komme zu spät - vor allem für Ortsunkundige.

Werden die Spiegel am Minikreisel noch benötigt? Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr findet sie zumindest nicht bedenklich.
Werden die Spiegel am Minikreisel noch benötigt? Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr findet sie zumindest nicht bedenklich. © Egbert Kamprath

Für überflüssig hält Büttner auch die zwei Verkehrsspiegel unmittelbar im Kreisverkehr. Diese würden keinen Sinn machen. Darin könne man den Kreisverkehr nicht überblicken. "Was ist da bei der Planung schiefgelaufen", fragt er. Geprüft wurde die Kreuzung inzwischen oft genug. "Mal sehen, ob dieses Verwirrspiel noch abgeändert wird", sagt er.

Im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sieht man indes keinen Handlungsbedarf. Sprecher Franz Großmann erinnert daran, dass es sich beim Minikreisel in Niederfrauendorf um einen Verkehrsversuch handelt. "Damit soll die Verkehrssicherheit erhöht und ein kontinuierlicher Verkehrsfluss gewährleistet werden", so der Sprecher.

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Das Verkehrsgeschehen werde derzeit beobachtet. Anschließend werde der Verkehrsversuch ausgewertet. Nach Einschätzung des Lasuv sind die Wegweiser nicht sicherheitsrelevant. "Auch die verbliebenen Verkehrsspiegel stellen kein Sicherheitsrisiko dar", sagt Franz Großmann.

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