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Tempolimit in Reinholdshain plötzlich weg

Die Straße In Richtung Kreischa führt kurvig und eng am Hang entlang. Deswegen galt hier Tempo 30. Warum Fachleute das nicht mehr für nötig halten.

Hier stand bis vor Kurzem ein Tempo-30-Schild. Verkehrsfachleute halten es nicht mehr für notwendig.
Hier stand bis vor Kurzem ein Tempo-30-Schild. Verkehrsfachleute halten es nicht mehr für notwendig. © Egbert Kamprath

Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) verweist immer wieder stolz darauf, dass sie vor drei Kitas im Stadtgebiet ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer durchgesetzt hat. Währenddessen ist still und leise an anderer Stelle eine Tempo-30-Regelung verschwunden.

Stadtrat Falko Uyma (Freie Wähler) ist von Eltern informiert worden, dass an der Kreischaer Straße im Dippser Ortsteil Reinholdshain die bisherige Geschwindigkeitsbeschränkung weggefallen ist. Vor dem Ortsausgang Richtung Hirschbach, wo die Straße in einer unübersichtlichen Kurve am Hang entlang verläuft, war früher ein Tempolimit, das jetzt verschwunden ist.

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Eltern sorgen sich um ihre Kinder

Die Eltern machen sich Sorgen um ihre Kinder, die an dieser Straße entlang zum Schulbus gehen müssen, berichtete Uyma auf der jüngsten Stadtratssitzung. Schließlich hat die Straße hier keinen Fußweg. Körner zeigte sich von dieser Mitteilung überrascht.

Inzwischen ist die Information angekommen, dass diese Entscheidung schon im vergangenen Jahr gefallen ist bei einer sogenannten Regel-Verkehrsschau. Dazu treffen sich regelmäßig die Verkehrsfachleute von Polizei, Landratsamt, Straßenmeisterei, dem Ordnungs- und dem Verkehrsamt der Stadt und kontrollieren die Straßen.

Die Kurve ist jetzt mit einer rot-weißen Leitplanke markiert

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Die Dreißig in Reinholdshain war für den Kurvenbereich gedacht und der ist inzwischen durch rot-weiße Markierungen an der Leitplanke gekennzeichnet. Das heißt automatisch, dass Autofahrer die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen haben. Ein eigenes Verkehrszeichen sei dafür laut Straßenverkehrsordnung nicht erforderlich, argumentieren die Verkehrsfachleute. Bleibt die Hoffnung, dass sich die Autofahrer auch daranhalten.

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