Dippoldiswalde
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Wie weiter am Sachsenhof in Klingenberg?

Im Wohngebiet in Bahnhofsnähe hat die Gemeinde vier Wohnblocks. Einer davon wurde nun für Flüchtlinge aus der Ukraine hergerichtet.

Von Anja Ehrhartsmann
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Am Sachsenhof 6a-c in Klingenberg hat die Gemeinde für Ukrainer
Wohnungen herrichten lassen. Nun sind alle vermietet.
Am Sachsenhof 6a-c in Klingenberg hat die Gemeinde für Ukrainer Wohnungen herrichten lassen. Nun sind alle vermietet. © Egbert Kamprath

Im bislang leerstehenden Wohngebäude Am Sachsenhof 6a-c hat die Gemeinde Klingenberg in den vergangenen Monaten Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine herrichten lassen. Wie Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg) auf der jüngsten Ratssitzung informierte, sind zwischenzeitlich schon 16 Wohnungen bezogen. Zwei weitere Wohnungen seien soweit fertig eingerichtet, die Verträge unterzeichnet, die Mieter aber noch nicht eingezogen. Damit bleiben nur noch drei Wohnungen, die baulich soweit fertiggestellt, aber noch nicht ganz eingerichtet seien. Aktuell sind 43 Flüchtlinge als Mieter gemeldet, so das Gemeindeoberhaupt. "Die meisten kommen aus Zinnwald zu uns."

Eine Einfamilienwohnung im Haus dient als Anlaufpunkt für die Mieter. Dort anzutreffen sind beispielsweise Frank Reichelt vom Netzwerk "Klingenberg hilft" oder Sozialarbeiter der Diakonie. Das Netzwerk "Klingenberg hilft", das bei der Flüchtlingswelle 2015 entstanden ist, kümmert sich um die Ausstattung der Wohnungen und Hilfen für Flüchtlinge.

Kaum mehr Leerstand in den Wohnungen der Gemeinde

Das Haus 6a-c ist nur eines von vieren, die Klingenberg "Am Sachsenhof" gehören. Die Wohngebäude 2a-c und 7a-c hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren sanieren lassen, um dem Leerstand entgegenzuwirken. Beide Häuser sind zwischenzeitlich entweder ganz oder annähernd voll vermietet. "Für uns ist das eine Erfolgsgeschichte", sagte Bürgermeister Schreckenbach kürzlich gegenüber Sächsische.de.

Den Wohnblock 2a-2c hat die Gemeinde erst in den vergangenen Jahren saniert.
Den Wohnblock 2a-2c hat die Gemeinde erst in den vergangenen Jahren saniert. © Egbert Kamprath

Noch unsaniert, aber teilweise vermietet, ist das Wohngebäude 5a-c. Wie es damit weitergehen soll, muss zu gegebener Zeit im Gemeinderat diskutiert werden, erklärt der Bürgermeister. Pläne, dort weitere leerstehende Wohnungen an Ukrainer zu vermieten, gebe es vorerst nicht.

Wer etwas abzugeben hat oder sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchte, kann sich per E-Mail melden an [email protected]