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Nachwuchs bei Rentier und Äffchen

Der Wildpark Geising lockt mit vollen Kinderstuben. Leiter Frank Gössel hofft, dass sich Besucher nicht von den Testregularien abschrecken lassen.

Tierkinder im Wildpark Osterzgebirge Hartmannmühle Geising Tierpflegerin Maika Naß verteilt Leckerlies bei den Minischweinen, wo sechs kleine Ferkel herumwuseln.
Tierkinder im Wildpark Osterzgebirge Hartmannmühle Geising Tierpflegerin Maika Naß verteilt Leckerlies bei den Minischweinen, wo sechs kleine Ferkel herumwuseln. © Egbert Kamprath

Pünktlich zu Pfingsten möchten die Weißbüscheläffchen ihren Nachwuchs vorstellen: Die beiden Affenbabys, jedes noch kaum größer als eine Maus, schauen neugierig aus der sicheren Deckung von Mamas Rücken. Ihr Gehege steht gleich am Eingang des Wildparks Osterzgebirge an der Hartmannmühle bei Geising. Das allerbeste daran: Die Begrüßung der neuen Tierkinder lässt sich mit einem Pfingstausflug verbinden.

Die kleinen Äffchen wurden am 17. März geboren und haben sich seit dem prächtig entwickelt. Manchmal klettern sie schon allein herunter und turnen durch den Futternapf. Familie Minischwein hat da schon gründlichere Fressgewohnheiten: Wenn die Pfleger einige Leckerlies kredenzen und sechs Ferkel losstürzen, bleibt nichts im Gehege liegen.

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Kängurukind verlässt nur bei schönem Wetter den Beutel

Etwas mehr Glück und Geduld brauche die Wildpark-Besucher bei den Bennett-Kängurus. Das Junge, das hier im Beutel kuschelt, schaut nur manchmal heraus - zum ersten Mal vor vier Wochen. Inzwischen macht das Kleine auch schon erste selbständige Ausflüge. Allerdings nur bei schönem Wetter.

Mancher Nachwuchs lässt noch auf sich warten

Beim Dam- und Rotwild dauert es noch etwas mit den Elternfreuden. Auch die Alpensteinböcke lassen sich noch bis Ende Mai Zeit. Bei den den Mufflons in der Nachbarschaft jedoch sind schon seit April sieben Junge mit der Herde unterwegs. Besonders stolz sind die Wildparkmitarbeiter auf das Rentierkalb, geboren am 4. Mai und immer an der Seite seiner Mutter im Gehege unterwegs.

Die Soay-Schafe sind eine alte Haustierrasse aus dem Westen Schottlands. Sie haben seit diesen Frühjahr zwei Lämmchen.
Die Soay-Schafe sind eine alte Haustierrasse aus dem Westen Schottlands. Sie haben seit diesen Frühjahr zwei Lämmchen. © Egbert Kamprath
Nicht nur Weißbüscheläffchen lassen sich auf dem Rücken von Papa durch das Gehege tragen . Auf der anderen Seite der Scheibe dürften Papas zum Familienausflug ähnlich bepackt sein.
Nicht nur Weißbüscheläffchen lassen sich auf dem Rücken von Papa durch das Gehege tragen . Auf der anderen Seite der Scheibe dürften Papas zum Familienausflug ähnlich bepackt sein. © Egbert Kamprath
Das kleine Rentier ist ein Maikind: Geboren am 4. und noch nicht ganz die Mama.
Das kleine Rentier ist ein Maikind: Geboren am 4. und noch nicht ganz die Mama. © Egbert Kamprath
Wie der Papa sieht das kleine Rentier allerdings auch noch nicht aus.
Wie der Papa sieht das kleine Rentier allerdings auch noch nicht aus. © Egbert Kamprath

Auch bei den Soay-Schafen haben sich zwei Lämmchen eingestellt - und das, obwohl die alte Rasse von der schottischen Westküste erst in diesem Jahr in den Wildpark einzog. Jetzt verfolgen die Mitarbeiter noch gespannt die Entwicklung bei den Zwergottern: Die beiden Jungtiere sind geschlechtsreif - aber kriegen sie auch Nachwuchs?

Viele Spenden helfen in schwieriger Lage

Wildparkleiter Frank Gössel hofft, dass viele Besucher das Pfingstwochenende und den Frühsommer nutzen, die Tierkinder zu sehen, so lange sie noch klein sind. In den Jahren vor Corona musste er sich im Frühjahr keine Sorgen, aber nun ist es am Eingang deutlich ruhiger geworden.

„Im Vergleichszeitraum zu 2019 haben wir in diesem Jahr rund 40 000 Euro weniger in der Kasse. Das ist eine spürbare Einbuße. Ohne die vielen Geld- und Futterspenden wäre die Lage noch dramatischer. Für diese Unterstützung will ich mich noch einmal recht herzlich bedanken“, schildert er die gegenwärtige Situation.

Wildpark ist leerer als in früheren Jahren

Der Wildpark ist zwar seit März wieder offen, aber die Beschränkungen wegen Corona und die für den Eintritt nötigen Testnachweise schrecken viele Leute ab. Zudem sind die Hotels und Pensionen der Region leer - so ist es an den Wochentagen sehr ruhig. Am Wochenende kommen zwar mittlerweile rund 300 Leute am Tag, doch vor Corona waren es 800.

Vor allem das aufwändige Test-Prozedere hält die Gäste vom Wildparkbesuch ab, das bekommt Leiter Frank Gössel oft auch am Telefon zu hören. Er hofft, dass es mit sinkender Inzidenz bald weitere Lockerungen bei den Einlassregeln gibt.

Tests notfalls auch vor Ort möglich

Nach der momentan gültigen Corona-Schutzverordnung dürfen 520 Gäste gleichzeitig den Park besuchen. Mit einer telefonischen Einlasszeit-Reservierung unter 035054-25825 sind Tierpark-Besucher auf der sicheren Seite. Allerdings wurde die maximal mögliche Besucherzahl bislang noch nie geschafft - deshalb ließen sich auch alle Spontanbesuche berücksichtigen.

Ein tagesaktueller Coronatest-Nachweis ist für Kinder ab sechs Jahren und alle Erwachsenen erforderlich - es sei denn, die können durch Dokumente eine überstandene Covid-19-Erkrankung belegen, oder dass die zweite Schutzimpfung mindestens zwei Wochen her ist.

Selbstauskunft über Testergebnis wird nicht akzeptiert

Notfalls akzeptieren die Mitarbeiter auch, wenn ein handelsüblicher Selbsttest mitgebracht und vor Ort unter Aufsicht angewendet wird. Im Ausnahmefall stehen im Wildpark auch Testkits zur Verfügung, die dann von entsprechend geschulten Mitarbeitern durchgeführt werden. Die zwischendurch mögliche Selbstauskunft dürfen sie laut aktueller Verordnung nicht mehr akzeptieren.

Ihre Maske müssen die Besucher nur am Eingang sowie an den Toiletten tragen. Auch für das leibliche Wohl ist mit einem Imbissangebot gesorgt, doch auf gesellige Runden im Biergarten müssen die Gäste noch verzichten, auch Alkohol wird nicht verkauft.

Der Wildpark Osterzgebirge ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass erfolgt 17 Uhr. Anmeldung unter Tel. 035054 258 25. Eine Familienkarte kostet 16 Euro, ein einzelner Erwachsener zahlt 6 Euro, Kinder 4 Euro. www.wildpark-osterzgebirge.de

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