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Windkraftdebatte gewinnt an Schwung

Der Regionalplan bietet neue Möglichkeiten für Windanlagen. Doch die Anwohner wollen auch was davon haben.

Bei Beerwalde geht die Sonne hinter den Windkraftwerken unter.
Bei Beerwalde geht die Sonne hinter den Windkraftwerken unter. © Egbert Kamprath

Im Juni 2019 hat der zuständige Verband den Regionalplan für die Region Oberes Elbtal fortgeschrieben und darin Vorranggebiete für Windkraftnutzung ausgewiesen. Nun werden die Firmen aktiv, die in diese Energiegewinnung investieren wollen. Die Pläne beschäftigen auch die Kommunen. So war das Vorhaben der Firma Sabowind aus Freiberg Thema auf der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses Dipps, allerdings im nichtöffentlichen Teil.

Anwohner wünschen es nicht ganz so hoch

Sabowind hat die Genehmigung für ein neues Windrad beantragt auf der Vorrangfläche, die zwischen den Dippser Ortsteilen Sadisdorf, Hennersdorf und Naundorf liegt. Angesichts der rechtlichen Lage mit dem aktuellen Regionalplan hat die Stadt kaum eine Handhabe, um das Vorhaben ganz zu verhindern. Ziel ist aber, die Ausmaße des neuen Windrads zu reduzieren, wie Moritz Lorenz erläutert. Der Freie-Wähler-Stadtrat wohnt selbst in Hennersdorf und hat sich deswegen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Sabowind hat eine Höhe von rund 239 Meter beantragt. Die Hennersdorfer würden gerne erreichen, dass die Anlage nur 200 Meter hoch wird.

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Außerdem wollen die betroffenen Orte nicht nur die Belastung durch die Anlage tragen, sondern auch einen Nutzen davon haben. Die neue Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes lässt es auch zu, dass die Betreiber die Kommunen an ihren Einnahmen beteiligen. Für die Anlagen bei Sadisdorf und Hennersdorf soll nach Informationen von Sächsische.de über die Jahre ein siebenstelliger Betrag zusammenkommen. Das soll aber in einem städtebaulichen Vertrag zwischen Sabowind und der Stadt festgeschrieben werden. Hier laufen derzeit Verhandlungen.

Auch Klingenberg diskutiert das Thema

Von den neu festgelegten Vorranggebieten ist auch die Gemeinde Klingenberg betroffen. Sie hat schon Windkraftanlagen in Beerwalde und Colmnitz stehen. Dort sind auch wieder Windkraftgebiete ausgewiesen und auch hier gibt es Interesse für einen Ausbau. Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK) will das Thema jetzt erst einmal in einer internen Sitzung im Gemeinderat diskutieren, bevor er damit in die öffentliche Diskussion einsteigt.

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