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Hier wird man zum Uhrmacher

In Deutschland gibt es neun Berufsschulen, die diesen Beruf ausbilden. Die größte Einrichtung steht in Glashütte.

Jeder Uhrmacher kann mit diesen Werkzeugen umgehen. Gelehrt wird das an neun verschiedenen Ausbildungsstätten in Deutschland.
Jeder Uhrmacher kann mit diesen Werkzeugen umgehen. Gelehrt wird das an neun verschiedenen Ausbildungsstätten in Deutschland. © momentphoto.de/bonss

In Deutschland werden Uhrmacher in neun verschiedenen Uhrmacherschulen ausgebildet. Diese befinden sich Hamburg, Recklinghausen, Bad Pyrmont, Neu-Anspach (Taunus), Villingen-Schwenningen, Furtwangen, Pforzheim, Glashütte und Würzburg. Die größte Ausbildungsstätte ist die staatliche Uhrmacherschule in Glashütte. Gegenwärtig werden hier knapp 120 jungen Frauen und Männer zu Uhrmachern ausgebildet, sagt Jörg Tamme, stellvertretender Leiter der Uhrmacherschule.

Die praktische Ausbildung erfolgt bei vielen Jugendlichen in ihren Ausbildungsbetrieben, die auch Uhrmacherschule oder Ausbildungszentrum heißen. In Glashütte haben die Firmen Lange Uhren GmbH, der Glashütter Uhrenbetrieb GmbH (Glashütte Original) und Wempe solche Einrichtungen.

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Gegenwärtig werden deutschlandweit 257 Uhrmacherlehrlinge, verteilt auf drei Lehrjahre, ausgebildet. Das geschieht unter der Regie von zwei Unternehmensverbünden. "Über die Industrie- und Handelskammern (IHK) werden bundesweit derzeit 107, über die Handwerksammern 150 angehende Uhrmacher ausgebildet", sagt der Präsident des Zentralverbandes für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik, Albert Fischer.

Der Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik vertritt die Interessen aller Uhrmacher, Uhrenfachgeschäfte und Uhrmacherwerkstätten in Deutschland. Er hilft den Mitgliedern unter anderem beim Aushandeln von Konditionen und Lieferbedingungen.

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Nach eigenen Angaben ist es dem Zentralverband nach intensiven Verhandlungen mit nationalen und internationalen Uhrenherstellern wie zum Beispiel mit der Swatch Group gelungen, Exklusiv-Vereinbarungen für die Belieferung von Ersatzteilen auszuhandeln. "Damit sind wir europaweit die einzige Institution, die über dieses Privileg verfügt und an ihre Mitglieder weitergibt", heißt es auf der Homepage. Weitere Verhandlungspartner sind das Europäische Parlament, das Bundeswirtschaftsministerium und das Kartellamt.

Der Zentralverband hat Tipps über die Grundlagen und das Berufsfeld der Uhrmacher auf einer Homepage zusammengestellt.

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