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7,3 Millionen für Stromkabel und Gasrohre

Das Unternehmen Sachsennetz ist neu, führt aber die Arbeit von bekannten Firmen weiter und investiert dieses Jahr in der Weißeritzregion.

Hier hängen die Freileitungskabel in Bärenstein an einem alten Holzmasten. Solche Leitungen will Sachsennetz schrittweise erneuern.
Hier hängen die Freileitungskabel in Bärenstein an einem alten Holzmasten. Solche Leitungen will Sachsennetz schrittweise erneuern. © Egbert Kamprath

Seit diesem Jahr ist ein neues Unternehmen für die Strom- und Gasversorgung in der Weißeritzregion außer Freital verantwortlich, die Sachsennetze GmbH. Die ist hervorgegangen aus der Fusion der Dresdner Drewag Netz mit der Enso Netz, die in ganz Ostsachsen aktiv war. Deren Aufgaben führt das neue Unternehmen nun fort. Es plant im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dieses Jahr Investitionen von rund 7,3 Millionen Euro, wie Pressesprecherin Nora Weinhold auf Anfrage von Sächsische.de informiert.

Umspannstationen für Reichstädt, Altenberg oder Rippien

Für das Kreisgebiet ist der Sachsennetz-Standort in Heidenau zuständig, der von Matthias Mennicke geleitet wird. Das Stromnetz besteht aus drei Ebenen. Erstens den Hochspannungsleitungen, welche mit 110.000 Volt von den Kraftwerken zu den Umspannwerken wie Dippoldiswalde-Ulberndorf und Altenberg führen. Von dort aus gehen Mittelspannungsleitungen mit 20.000 Volt in die einzelnen Orte. In den Orten stehen Umspannstationen mit Transformatoren, welche die Mittelspannung auf die haushaltsüblichen 230 oder 400 Volt herabsetzen.

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Ein Schwerpunkt der Investitionen wird die Erneuerung solcher Umspannstationen. Neue Stationen sind beispielsweise im Dippser Ortsteil Reichstädt, in Altenberg und im Bannewitzer Ortsteil Rippien geplant. Das kostet insgesamt rund 300.000 Euro.

Mittelspannungskabel, die nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen und störanfällig sind, werden ebenfalls an mehreren Stellen ausgetauscht. Dafür werden in der Stadt Altenberg, ihrem Ortsteil Falkenhain, sowie im Dippoldiswalder Ortsteil Hennersdorf sowie in Glashütte dieses Jahr Austauschaktionen stattfinden.

Isolierte Kabel ersetzen blanke Drähte

In Reichenau, Bärenstein, Oelsa und Reinhardtsgrimma ist die Rekonstruktion der Freileitungen in den Orten geplant. Hier stehen teilweise noch marode Holzmasten mit blanken Drähten als Leitung. Diese werden ersetzt und stattdessen isolierte Freileitungen verwendet. Diese sind weniger störanfällig und im Falle einer Havarie auch sicherer. Dafür stehen im Investitionsplan von Sachsennetz 290.000 Euro.

Im Wesentlichen geht es bei den bisherigen Vorhaben darum, das bestehende Stromnetz zu erhalten und zu erneuern. An anderen Stellen plant Sachsennetz Erweiterungen. Diese Arbeiten stehen mit 300.000 Euro im Plan. An den Mittelspannungsleitungen werden Großkunden neu angeschlossen und Einspeiseanlagen errichtet, an denen der Strom aus Anlagen für erneuerbare Energien eingeleitet wird. Außerdem geht es um die Stromversorgung von neuen Wohngebieten. „Dies geschieht beispielsweise in Oelsa, Hartha und Heidenau“, teilt die Sprecherin mit.

Neue Gasleitung durch den Tharander Wald

Sachsennetz ist auch für die Gasleitungen in der Region verantwortlich. Hier soll Grillenburg im Tharandter Wald besser angeschlossen werden. Von Hartha führt eine Mitteldruckleitung nach Grillenburg, deren technischer Zustand nicht mehr gut ist und die auch zu wenig Druck bietet. Deswegen wird diese Leitung auf einer Länge von rund drei Kilometer erneuert. Dieses Vorhaben kostet rund 500.000 Euro.

Ein Schwerpunkt im Gasnetz liegt vor allem auf dem Austausch von alten Hausanschlüssen mit Stahlleitungen, beispielsweise in Wilsdruff. Außerdem reagiert Sachsennetz auf die Bauprojekte in der Region. Rund 100.000 Euro sind vorgesehen, um bei Baumaßnahmen Leitungen zu verlegen oder neue Anschlüsse an das bestehende Gasnetz herzustellen.

Breitbandausbau in Bannewitz

Sachsennetz ist ein Teil der gesamten Sachsenenergie-Unternehmensgruppe. Das Netzunternehmen bietet seine Leitungen an, auf denen verschiedene Firmen die Kunden beliefern können. Ein Unternehmen, das auf diesem Weg seine Leistungen anbietet, ist Sachsenenergie. Weiter gehören zu der Gruppe noch Sachsengigabit, die Telekommunikation anbietet. Dieses Unternehmen beginnt 2021 mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde Bannewitz und ihren Ortsteilen. Dazu werden 25 Kilometer Leitungen verlegt.

Weiter gehört Sachsenservices zu der Unternehmensgruppe, ein Unternehmen, das Abrechnungen für Strom, Wärme, Gas und Wasser anbietet, sowie die Sachsenenergiebau, die auf Arbeiten im Infrastrukturbereich spezialisiert ist.

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