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Bäume für die ganz Anspruchsvollen

Tischler, Instrumentenbauer oder Furnierwerke brauchen spezielles Holz. Forst und Waldbesitzer aus der Region organisieren dafür einen Sonderverkauf.

Der Förster hat diesen besonders schön gewachsenen Baum markiert. Der Waldarbeiter fällt ihn nun mit besonderer Vorsicht, denn er soll als Wertholz versteigert werden.
Der Förster hat diesen besonders schön gewachsenen Baum markiert. Der Waldarbeiter fällt ihn nun mit besonderer Vorsicht, denn er soll als Wertholz versteigert werden. © Forstbezirk Bärenfels

Die nächsten zwei Wochen läuft in der Dresdner Heide wieder die Wertholzsubmission vom Sachsenforst. Dort sind auch zehn besondere Stämme aus dem Gebiet des Forstbezirks Bärenfels dabei, wie Kristina Funke vom Forstbezirk informierte. Vier Fichtenstämme sind im Landeswald am Schönfelder Hang im Pöbeltal gewachsen. Es sind besonders schön gewachsene Fichten, die unten am Stamm auch keine sichtbaren Äste haben. „Solches Holz ist beispielsweise für Musikinstrumente geeignet“, sagt Kristina Funke.

Gepflanzt um das Jahr 1895

Johannes von Hertell aus dem Glashütter Ortsteil Hirschbach hat aus seinem Privatwaldbetrieb sechs Stämme zur Submission gebracht, drei Roteichen und drei Lärchen. Sie sind alle an den Hängen des Wilisch gewachsen. Die Roteichen sind um das Jahr 1895 gepflanzt worden, die Lärchen zwanzig Jahre früher. Roteiche stammt eigentlich aus Nordamerika und ist in der Region sehr selten. Innenausbauer mögen sie aber für Möbel oder Böden. Ihr rötlicher Schimmer hat einen besonderen Reiz. Tischler oder Furnierhersteller könnten sich dafür interessieren.

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Gute Vulkanböden lassen schöne Bäume wachsen

Die Lärche hingegen ist für den Einsatz im Freien geeignet, für Gartenmöbel, Carports oder andere Holzbauten, die auch schön aussehen sollen. „Der Wilisch mit seinem vulkanischen Boden ist ein gut geeigneter Standort für Edellaubhölzer“, sagt Johannes von Hertell. Die Wertholzsubmission ist ein geeigneter Weg, um für besondere Hölzer auch einen guten Preis zu erzielen. „Im vergangenen Jahr hatte ich Trauen- und Steileichenstämme dort angeboten und meine Erwartungen wurden erfüllt“, sagt von Hertell.

Der Preis kann bis zum Vierfachen steigen

Die Wertholzsubmission in der Dresdner Heide findet seit 22 Jahren statt. Dafür bringen Waldbesitzer aus ganz Sachsen besonders geeignete Stämme in die Dresdner Heide. Dort liegen die Hölzer jetzt sauber sortiert nach Baumarten und entlang eines Waldweges. Die Interessenten können sie sich ansehen. Müssen dann kalkulieren, was ihnen ein Stamm wert ist und ein Gebot in einem verschlossenen Umschlag abgeben. „Wenn es gut geht, kann dann der vierfache Wert herauskommen wie beim normalen Holzverkauf“, sagt Kristina Funke.

Den Hauptanteil des Angebots machen, wie bereits in den letzten Jahren, die Eichenarten aus. Unter den Nadelhölzern dominiert die Lärche. Insgesamt werden 22 verschiedene Baumarten angeboten. Das geht bis hin zu vier Pflaumenstämmen, die aus Dresden kommen.

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Am 22. Januar um 12 Uhr werden im Forstbezirk Dresden Umschläge mit den Angeboten aller geöffnet und der Meistbietende erhält den Zuschlag. Sobald das Geld dann beim Verkäufer eingezahlt wurde, kann der Käufer seine Stämme abfahren lassen.

Weitere Information zur Wertholzversteigerung in der Dresdner Heide gibt der Staatsbetrieb Sachsenfort auf seiner Webseite.

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