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Diskussion um neue Toilette

Eine Firma aus Westfalen baut das neue WC-Gebäude am Rathausplatz. Nicht nur das sorgt bei den Stadträten für Nachfragen.

Das Toilettenhäuschen am Rathausplatz soll im Zuge der Neugestaltung des Areals einer modernen WC-Anlage weichen. © Sebastian Schultz

Riesa. Ein Unternehmen aus Burbach in Nordrhein-Westfalen wird die neue WC-Anlage am Riesaer Rathausplatz errichten. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Dass sich keine Firma aus der Region um das rund 184.000 Euro teure Vorhaben beworben hat, erklärte Bauamtsleiterin Ina Nicolai auf Nachfrage mit der speziellen Bauweise. Das WC-Gebäude werde aus Betonfertigteilen errichtet. Damit sollen Vandalismusschäden gering gehalten werden.

Nach Angaben der Stadtverwaltung beinhaltet das Häuschen einen Technikraum, ein Personal-WC für den Markt sowie die entsprechenden Kabinen für Damen und Herren. Eine Kabine ist auch barrierefrei zugänglich. Geplant sind Toiletten mit automatischer Sitzbrillenreinigung. Laut Stadtverwaltung soll das Toilettenhaus bis 7. Juli aufgebaut sein. Allein die Lieferzeit belaufe sich auf 16 Wochen.

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Längere Öffnungszeiten gewünscht

Für Stadtrat Volker Thomas (Linke) war der Beschluss auch Anlass, andere Öffnungszeiten für die öffentliche Toilette anzuregen. Man solle darüber nachdenken, ob das neue WC nicht doch 365 Tage im Jahr und zumindest bis 22 Uhr offen gehalten werden kann. Er habe erst kürzlich wieder den Fall erlebt, dass eine Reisegesellschaft im Rahmen einer Führung am Rathaus unterwegs und die Türen zu waren. Wenn man Touristen in der Stadt haben wolle, dann sollte gerade dort auch am Wochenende das stille Örtchen zugänglich bleiben, mahnte der Linke-Stadtrat.

Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) erklärte daraufhin, man werde sich die Sache noch einmal ansehen. Er wies allerdings auch darauf hin, dass das automatisch zu deutlich höheren Kosten führen könnte. Denn der teuerste Posten beim Betrieb der jetzigen WC-Anlage sei nun einmal die Reinigung. „Derzeit geht zweimal am Tag jemand reinigen.“ Die zusätzlichen Öffnungstage würden den Betrieb entsprechend verteuern.