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Diskussion um Zukunft des Alten Leipziger Bahnhofs

Die Idee, auf dem Gelände Wohnungen zu bauen, wird vorangetrieben. An diesem Montag gibt es neue Informationen.

Von Sarah Herrmann

Es ist eine Frage, zu der gefühlt jeder eine Meinung hat: Sollen am Alten Leipziger Bahnhof Wohnungen entstehen oder sollte dort lieber ein großer Globus-Markt gebaut werden? Nachdem die Stadtratsfraktion der Linken mit einem Antrag dem Wunsch nach günstigem Wohnraum auf dem Gelände Ausdruck verliehen hat, gibt es nun Zustimmung von Bürgern und Politik.

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„Natürlich freuen wir uns über diese absolut überfällige Positionierung. Doch auch wenn die Linke endlich die richtige Richtung einschlägt, so bleibt doch das nun geschlossene Eintreten für Wohnen am Alten Leipziger Bahnhof ohne ein endgültiges Stadtratsvotum ein lauwarmer Schaufensterbeschluss“, bemängelt Diego Schwarz, Mitglied der Allianz für Dresden, einem Verbund von Dresdnern, die sich gegen den Globus-Markt einsetzen.

Auch Stadtrat Vincent Drews (SPD) stimmt ihm zu. „Nach vielen Monaten der Prüfung ist es nun an der Zeit, mit den konkreten Planungen für das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs weiterzukommen. Jetzt muss sich etwas bewegen.“

Problem ist, dass es zurzeit zwei widersprüchliche Beschlüsse gibt. Zum einen stimmte der Stadtrat für die Aufstellung eines Bebauungsplans, der den Globus-Markt vorsieht. Zum anderen votierten die Politiker gegen so großflächigen Einzelhandel in dem Gebiet. Das Unternehmen Globus ist zudem bereits im Besitz des Grundstücks.

Welche Möglichkeiten es nun gibt und wie die Planungen für ein Wohnquartier von der Stadt vorangetrieben werden könnten, soll an diesem Montagabend diskutiert werden. Ab 19 Uhr lädt der SPD-Ortsverband Dresden-Neustadt in die Genossenschaft auf der Prießnitzstraße 20 ein. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) steht dort für Fragen bereit – und für Meinungen.