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Diskussion zur Gemeindefusion

Drei Bürgermeister stehen im Volksheim Lomnitz Rede und Antwort.

© Thorsten Eckert

Wachau. Noch Fragen zu einer möglichen Fusion von Großnaundorf, Lichtenberg und Wachau? Dann dick den Donnerstag, den 19. Oktober, im Kalender anstreichen. Für diesen Tag lädt Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) zu einer Einwohnerversammlung ein. Sie findet um 19 Uhr im Volksheim in Lomnitz statt. Dabei wollen er über den Stand und die Modalitäten einer Fusion informieren. Seine beiden Amtskollegen aus Lichtenberg Christian Mögel (CDU), und Großnaundorf, Jürgen Kästner, sind ebenfalls eingeladen.

Die Einwohner sollen ihre Bedenken und ihre Vorschläge nennen. „Wir wollen wissen, was sie in dem Zusammenhang bewegt“, sagte das Wachauer Gemeindeoberhaupt. Der Bürgermeister wünscht sich eine breite Diskussion. Eine erste Bürgerversammlung hat es bereits Ende Juni in Lichtenberg gegeben. Die Resonanz war mit 150 Besuchern groß. Dabei habe sich gezeigt, welche Themen im Vordergrund stehen: die Zukunft des öffentlichen Busverkehrs, mögliche Änderungen bei der Schulnetzplanung, die Förderung der Sportvereine oder die Modernisierung der örtlichen Infrastruktur wie etwa der Feuerwehr.

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Größerer Spielraum

Für die Bürgermeister überwiegen die Vorteile eines Zusammenschlusses. „In Zukunft erhalten nur noch Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von mindestens 5 000 Bürgern staatliche Zuschüsse vom Freistaat“, sagt Christian Mögel. „Um aber im ländlichen Raum weiterhin in notwendige Infrastrukturen investieren zu können, ist ein Zusammenschluss von Gemeinden sehr sinnvoll. Eine Möglichkeit wäre die Bildung einer Großgemeinde Lichtenberg-Wachau-Großnaundorf“, so der Lichtenberger Ortschef. Mit rund 7 200 Einwohnern wäre die neue Gemeinde groß genug. Christian Mögel sieht für seinen Ort überwiegend Vorteile. „Lichtenberg wäre in diesem Verbund der größte Ortsteil mit den meisten Einwohnern. Wir könnten die größtmögliche Autonomie für Lichtenberg erreichen.“ Wesentliche Vorteile im Vergleich zur heutigen Verwaltungsgemeinschaft seien der größere finanzielle Handlungsspielraum. Für Veit Künzelmann bietet der Zusammenschluss viele Vorteile. Wachau verfüge über eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Die soliden Einnahmen durch die Gewerbesteuer kämen nach einer Fusion auch Lichtenberg und Großnaundorf zugute. So gehören zur Gemeinde Wachau eine Ortspolizeibehörde, ein technisch gut ausgestatteter Bauhof, ein Bauamt, zwei modern ausgestattete und sanierte Grundschulen in Wachau und Leppersdorf sowie die Kindertageseinrichtungen in allen vier Ortsteilen. Nachdem Einwohnerversammlungen in allen drei Kommunen stattgefunden haben, wird es einen Bürgerentscheid geben. „Sprechen sich die Einwohner dafür aus, werden die Fusionsgespräche vorangetrieben, sind sie dagegen, wird es keinen Zusammenschluss geben. Das Votum ist für uns bindend“, sagt Veit Künzelmann. (SZ/td)