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Dresden

Diskussionen in Bett, Bahn und auf Wegen

Sitzen, laufen, fahren – überall treffen sich Dresdner, um über ihre Stadt und deren Zukunft ins Gespräch zu kommen. 

Um Kinogeschichte und Filmkultur ging’s am Donnerstag in der Neustadt.
Um Kinogeschichte und Filmkultur ging’s am Donnerstag in der Neustadt. © Uta Gensichen

Redet miteinander! Diesen Aufruf starten verschiedene Initiatoren mit Aktionen und rufen die Dresdner zusammen, um sie untereinander ins Gespräch zu ziehen. Dabei geht es um diese Stadt und wie es sich darin lebt, wie sie in Zukunft aussehen soll, was sie lebenswert und anziehend macht.

Noch bis Sonntag lädt der Fuss e.V. zum „Jane‘s Walk Festival“ ein. In Betten zu sitzen, wie kürzlich die Teilnehmer des „Bed Talk Festivals“, ist seine Sache nicht. Stattdessen geht es auf Schusters Rappen durch die Stadt, ebenfalls redend und diskutierend über verschiedene aktuelle und künftige Themen. Am Sonnabend, 10 Uhr, bricht beispielsweise eine Gruppe zum Spaziergang durch Löbtau auf und kommt dabei über Kunst und Geschichte ins Gespräch, speziell über Frauen, die im Stadtteil ihre Fußabdrücke hinterlassen haben. Um Stadtentwicklung und Natur geht es ab 14 Uhr entlang des Dresdner Elbufers. Geschichte, Trauer und Sterbekultur stehen ab 16 Uhr auf dem Sowjetischen Garnisonfriedhof auf dem Plan. Am Sonntag unterhalten sich Spaziergänger unter anderem ab 10 Uhr in der Pirnaischen Vorstadt über Stadtraum und Architektur. Ab 15 Uhr geht es um die spannende Mischung aus Barock und Ostmoderne zwischen Alt- und Neustadt. Die unterhaltsamen, aufschlussreichen, sicherlich kontroversen Gesprächsverläufe leiten jeweils thematisch vorbereitete Wanderführer an. Das gesamte Programm ist im Internet zu finden.

Rundum versorgt im ELBEPARK Dresden

Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken und Tierfachgeschäfte haben für Sie weiterhin geöffnet. Hier stehen Ihnen 5.000 Parkplätze zur Verfügung.

Erst Mitte April hatte die Gruppe The Student Hotel dazu eingeladen, sich zum Austausch über verschiedene Themen zum sogenannten Bed Talk zu treffen. Im Hotel auf der Prager Straße fanden Aufbettungen ganz neuer Art statt: Die Gäste saßen in den Betten und ringsherum auf dem Boden. So diskutierten sie zusammen mit Rednern über Bildung, Sozialwesen, Technologie, Kommunikation und vieles mehr.

Als weiteres Gesprächsprojekt versammeln schon bald die Macher der Aktion Metro-Polis interessierte Dresdner in Straßenbahnen. Am 7. Mai startet die erste von sechs Fahrten, auf denen Menschen über Dinge, die sie bewegen, ins Gespräch kommen sollen. Eingeladen sind alle, die sich mitteilen, die zuhören und Ideen entwickeln wollen – einzige Voraussetzung: ein gültiger Fahrausweis. In öffentlichen Verkehrsmitteln kommen extrem unterschiedliche Fahrgäste zusammen, sie bilden die Gesellschaft ab, die jetzt und künftig in Dresden lebt und arbeitet. Das macht Busse und Bahnen für die Organisatoren spannend. Das Team besteht aus zwölf jungen Leuten, die sich für die Lebensgeschichten und -umstände anderer Menschen interessieren und verstehen wollen, was sie im Alltag bewegt.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe unterstützen das Projekt und stellen den hinteren Abschnitt der entsprechenden Bahn mit insgesamt drei Sitzgruppen zur Verfügung. Dort empfangen Moderatoren die Gäste, präsentieren das Thema der Diskussion und achten darauf, dass jeder, der will, zu Wort kommt. Gelegenheit, die Aktion auszuprobieren, findet sich außer am 7. Mai auch am 10., 13., 14., 22., und 23. Mai in den Linien 3, 7 und elf. Auch dieses gesamte Programm ist im Internet zu finden.