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Sebnitz

Neuer Spielplatz für Dittersbach

Große Pläne, kein Geld. Es gibt viele Gründe, weshalb in Dürrröhrsdorf-Dittersbach manches nur langsam anläuft. Jetzt soll der große Wurf gelingen.

Noch wuchert Unkraut auf der Fläche gegenüber vom Einkaufsmarkt. Hier soll der neue Spielplatz gebaut werden.
Noch wuchert Unkraut auf der Fläche gegenüber vom Einkaufsmarkt. Hier soll der neue Spielplatz gebaut werden. © Steffen Unger

Pläne, den Marktplatz in Dittersbach zu verschönern, gibt es schon länger. Es liegen Konzepte vor, Fördermittel werden in Aussicht gestellt. Damit könnte nun Schritt für Schritt die Ideen für die Neugestaltung der Fläche umgesetzt werden. Ziel ist es, das Areal, wo nur einmal im Jahr der traditionelle Dittersbacher Jahrmarkt stattfindet, schöner zu gestalten, damit die auch ganzjährig von Einwohnern und Besuchern genutzt werden kann. Neben einem Spielplatz ist zum Beispiel auch eine Fläche vorgesehen, auf der künftig Wohnmobile einen Stopp einlegen können. Jetzt geht es noch einen Schritt weiter. Als erstes soll ein Spielplatz gebaut werden.

Dem Gemeinderat lagen unlängst zwei Spielplatz-Varianten vor, eine aus Metall und Kunststoff sowie eine aus Holz, genauer gesagt aus Robinie, einem langlebigen Holz. Offenbar gab es bereits im Vorfeld Auseinandersetzungen über die Beschaffenheit der Spielgeräte.  Der Ortschaftsrat plädierte für Holz, die Gemeindeverwaltung für Metall und Kunststoff. Und der Hauptausschuss ist zu gar keiner Entscheidung gekommen. Deshalb wurde das Ganze nun noch einmal besprochen. Und auch im Gemeinderat ging das nicht ohne Diskussionen ab. Bürgermeister Jens-Ole Timmermann (parteilos) verteidigte die Variante Metall und Kunststoff. "Wir haben auf unseren anderen Spielplätzen die Erfahrung gemacht, dass Holz stark verwittert und spätestens nach zehn oder 15 Jahren alles kaputt ist. Dazu kommt ein höherer Erhaltungsaufwand", sagt er.  Und sicherlich spielte auch der Preis eine Rolle. Die Holzvariante würde 48.000 Euro kosten und die aus Metall 36.000 Euro. 

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Aufs Geld wollte wohl die Mehrheit des Rates nicht schauen, allen voran Monika Meißner (UB). "Wir haben lange nichts mehr investiert und müssen uns das auch von unseren Bürgern vorhalten lassen. Es lohnt sich, in die Kinder zu investieren", sagt sie. Für sie stand außer Frage, die Holzvariante muss es sein. Das sah auch Thomas Kreisl (parteilos) so. "Ich bin nicht gegen das Moderne. Aber es muss auch hinpassen", sagte er. Und im Ensemble mit dem Schloss und der Kirche wäre das die Holzvariante. Jedes Wochenende wären viele Besucher da, der Parkplatz sei voll. Und mit dem Spielplatz solle doch alles ein schönes Gesamtbild ergeben. "Das Ambiente ist es wert, einen Holzspielplatz zu errichten. Robinie kann man auch nach 20 Jahren noch herrichten, wenn etwas kaputt geht", sagt Hubert Braun (UB).

Doch offenbar hatte auch die Holzvarainte einen Haken. Die Spielgeräte im Stil angelehnt an die Kulturinsel Einsiedel haben viele verborgene Ecken und Winkel, sind sehr kleinteilig. Obwohl Siglinde Giel, Ortsvorsteherin von Porschendorf/Elbersdorf auch sofort von der Holzvariante überzeugt schien, gab sie zu bedenken, wer das alles warten solle. Immerhin müssten die Mitarbeiter vom Bauhof auch in den hintersten Winkel kriechen. Doch auch das Problem konnte schnelle gelöst werden. Franziska Rodehüser-Hausch (UB) erklärte sich bereit, die kleinen verborgenen Ecken zu putzen. Damit war dann auch alles geklärt. Die Spielgeräte auf dem Dittersbacher Marktplatz  werden aus Holz sein.

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