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Dixie Dörner im Dynamo-Aufsichtsrat

Die Dynamo-Mitglieder haben einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Beim Thema DFB-Pokalausschluss einigten sich die Fans auf einen Kompromiss.

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© Dynamo Dresden

Dresden. Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner hat es mit den meisten Stimmen in den neuen Aufsichtsrat von Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden geschafft. Der 62 Jahre alte ehemalige Dynamo-Spieler und weitere fünf neue Mitglieder - darunter Ex-SZ-Chefredakteur Hans Eggert - wurden bei den Neuwahlen auf der jährlichen Mitgliederversammlung am Samstag in Dresden bestimmt. „Ich bin gespannt und blicke der weiteren Zusammenarbeit vertrauensvoll und neugierig entgegen. Es freut mich sehr, dass Dixie Dörner dabei ist, weil sein Glanz ein wenig auf den Verein zurückprojiziert wird“, sagte Geschäftsführer Christian Müller nach der Veranstaltung.

Medien ausgeschlossen

Zu Beginn wurde auf Antrag die Presse von der Versammlung ausgeschlossen. Als Begründung wurde eine unobjektive und teilweise falsche Berichterstattung im Vorfeld genannt. „Ich hätte es besser gefunden, sie wären den ganzen Tag bei uns gewesen, um einen Eindruck von dieser positiven Veranstaltung in die Welt zu tragen“, sagte Müller.

Über eine mögliche Klage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/Main in Sachen Pokalausschluss wurde nicht abgestimmt. Dafür einigten sich Verein und Mitglieder auf einen Kompromiss. Dessen Inhalt soll in den kommenden Tagen kommuniziert werden. Grundsätzlich erhofft sich der Club aber vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) strukturelle Hilfe in der Frage der Stadionverträge und auch der Fankultur. Dann würde der Verein wohl auf eine Klage verzichten.

Rekordumsatz und Plus

Zu Beginn der Mitgliederversammlung am Samstagvormittag hatte Cheftrainer Olaf Janßen ein 25 Minuten dauerndes Grußwort an die Mitglieder gerichtet - mit dem Appell sachlich zu debattieren und Argumente gelten zu lassen. Er verwies zudem auf die Probleme mit dem Trainingsgelände und dem Nachwuchsleistungszentrum.

Geschäftsführer Christian Müller verkündete einen Rekordumsatz von 22 Millionen Euro und ein Plus im Geschäftsjahr 2012/13 von 692.000 Euro. Außerdem kündigte er einen Fünf-Punkte-Plan für die Lösung der dringendsten Probleme an.

Frank Ganzera und Klaus Schräppler wurden von der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. (dpa/szo)