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Sport

Djokovic gewinnt Wimbledon-Endspiel

Der serbische Tennisprofi siegt gegen den Schweizer Roger Federer im längsten Finale, das eigentlich keinen Verlierer verdient hat.

Novak Djokovic küsst die Trophäe. © dpa/Mike Egerton

London. Am Ende der historischen Final-Schlacht von Wimbledon trommelte sich Novak Djokovic wie ein wild gewordener Gorilla auf die Brust. Nachdem er zunächst mit einem triumphalen Grinsen beinahe regungslos auf dem heiligen Rasen verharrt hatte, kostete der Serbe seinen epischen Erfolg über Roger Federer dann doch noch euphorisch aus.

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Nach einem fast fünfstündigen Machtkampf im längsten Endspiel der Turniergeschichte hatte Djokovic den Schweizer mit 7:6 (7:5), 1:6, 7:6 (7:4), 4:6, 13:12 (7:3) niedergerungen und Federer damit eine der bittersten Niederlagen seiner ruhmreichen Karriere zugefügt.

"Ich glaube, das war das spektakulärste Finale, das ich jemals bestritten habe", sagte Djokovic, der seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholte und zum insgesamt fünften Mal beim Rasen-Major von London triumphierte. "Leider ist es so, dass einer verlieren muss."

Auch Federer, der im fünften Satz beim Stand von 8:7 zwei Matchbälle vergeben hatte, war beeindruckt von den spektakulären Wendungen des irren Duells. "Es war ein großartiges Match", sagte er: "Es war lang und alles dabei. Wir haben großes Tennis geboten. Gratulation an Novak - das war verrückt."

Der Tiebreak für den fünften Satz war erst in diesem Jahr als Reaktion auf ausufernde Marathon-Partien eingeführt worden. Er kam erstmals in einem Einzel-Match zur Anwendung. "Es ist ein bisschen komisch, im Tiebreak zu gewinnen", meinte Djokovic.

Mit am Ende 4:57 Stunden Spielzeit brach das denkwürdige Endspiel außerdem den Rekord für das längste Wimbledon-Finale. Die Bestmarke hatte bis dato Federers Duell 2008 mit dem Spanier Rafael Nadal gehalten (4:48 Stunden).

Bereits 2014 und 2015 hatten sich Federer und Djokovic im Wimbledon-Finale gegenüber gestanden. Auch dort hatte beide Male Djokovic triumphiert. Insgesamt war es im 48. Duell mit dem Schweizer nun sein 26. Erfolg. Federer verpasste derweil die Chance, 25 Tage vor seinem 38. Geburtstag zum ältesten Grand-Slam-Gewinner der Geschichte aufzusteigen und seiner ruhmreichen Laufbahn dadurch einen weiteren Rekord hinzuzufügen. "Es dauert eine Weile, das zu überwinden - auch körperlich", meinte er. "Ich habe alles gegeben, was ich in mir hatte." (sid)

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