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Dresden

Doch Bomben-Blindgänger im Ostragehege

Im Oktober fanden Experten erst nur ein simples Rohr. Nun entdeckten sie die Reste von Stabbrandbomben.

Im Oktober war die Entschärfung lange vorbereitet worden. Eine Bombe fand man aber nicht.
Im Oktober war die Entschärfung lange vorbereitet worden. Eine Bombe fand man aber nicht. ©  Archiv/Robert Michael

Im Oktober hatte eine vermeintliche Bombe halb Dresden in Atem gehalten. Im Ostragehege vermuteten Sprengstoffexperten einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Räumung Tausender Wohnungen in der Leipziger Vorstadt und in Pieschen war bereits angelaufen. Dann kam die Entwarnung: Es handelte sich lediglich um ein Rohr, das nirgendwo verzeichnet war.

Nun vermeldet die Polizei die nächste Wende in der Geschichte, mehr als ein halbes Jahr später. Denn unter einem anderen Rohr, in unmittelbarer Nähe, lag tatsächlich ein Blindgänger. Genau genommen handelte es sich um die Reste eines Abwurfbehälters für Stabbrandbomben sowie Reste von verbrannten Stabbrandbomben, teilte Jürgen Scherf vom Polizeiverwaltungsamt am Montag mit. Gefunden wurden sie bereits letzten Freitag. Eine Gefahr sei aber nicht mehr davon ausgegangen. Inzwischen wurden die Reste abtransportiert. Mit diesem Fund habe sich der Verdacht auf einen Blindgänger, anhand eines Luftbilds, schlussendlich doch als richtig erwiesen, so Scherf. (SZ/sr)

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