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Döbeln sucht Freunde in Polen

Ein Antrag der CDU-Fraktion stößt auf Zustimmung. Konkret ist aber noch nichts.

© Dietmar Thomas/Archiv

Von Frank Korn

Döbeln. Die CDU-Fraktion des Döbelner Stadtrates bemüht sich um den Aufbau einer Städtepartnerschaft mit einer polnischen Stadt. „Das Anliegen ist dem Ausschuss Kultur, Sport und Städtepartnerschaften mehrfach erläutert worden. Der Ausschuss befürwortet eine Aufnahme von Verhandlungen“, sagte Fraktionsvorsitzender Ulrich Kuhn. Auch aus anderen Fraktionen sei Zustimmung bekundet worden. Ein großer Teil der Städte im Freistaat Sachsen – etwa 50 – hat bereits eine Partnerschaft in Polen abgeschlossen. Es gibt eine Reihe von Kommunen in Polen, die großes Interesse an Beziehungen zu deutschen Gemeinden haben. Bei vielen Besuchen im Nachbarland wurden Möglichkeiten sondiert.

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„Wir erachten gerade die Verbindung zu Polen als äußerst wichtig. Das Land ist unser nächster östlicher Nachbar“, so Kuhn. Polen und Sachsen, Polen und Deutschland seien durch die Geschichte eng miteinander verbunden. Gerade in einer Zeit des Auseinanderdriftens von bisher befreundeten Staaten seien solche Partnerschaften wichtig. Bedenken, dass Döbeln durch eine neue Partnerschaft überlastet werden könnte, hat Ulrich Kuhn nicht. „Es gibt auch kleinere Städte und Gemeinden in der Region, die mehrere Partnerschaften pflegen“, sagte er.

Es gehe noch nicht darum, eine konkrete Partnerschaft zu beschließen, sondern erst einmal Sondierungen aufzunehmen, erklärte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). Peter Draßdo (FDP) würde zunächst die bereits bestehenden Partnerschaften noch besser pflegen. „Wenn wir Beziehungen zu einer polnischen Stadt aufnehmen wollen, könnte ich damit leben. Allerdings würde ich im Antrag den Begriff Städtefreundschaft einsetzen“, so Draßdo. Daraufhin formulierte die CDU-Fraktion ihren Antrag entsprechend um.

Henning Homann (SPD) findet den Grundgedanken des Antrags begrüßenswert. „Es dürfte eine Reihe von Döbelnern geben, die auch bereit sind, das zu leben“, so Homann.