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Verkürzte Zeiten für Wochenmarkt

Statt bis 18 Uhr soll der Wochenmarkt nur noch bis 14 Uhr öffnen. An anderen Tagen wäre sogar schon um 13 Uhr Schluss.

© Claudia Hübschmann

Von Jens Hoyer

Döbeln. Der Wochenmarkt, der jeden Mittwoch auf dem Niedermarkt und der Breiten Straße abgehalten wird, ist ein Anziehungspunkt für die Döbelner. Viele decken sich hier mit frischem Obst und Gemüse, Fleisch und Honig ein. In Zukunft sollen die Marktzeiten aber deutlich verkürzt werden. Der Wochenmarkt würde dann schon um 14 Uhr enden. Der Markt an der Unnaer Straße an den Dienstagen und die Frischmärkte an den Freitagen und Samstagen schließen dann sogar schon um 13 Uhr. Der Stadtrat soll in der kommenden Woche eine entsprechende Änderung der Marktordnung beschließen. Die Markthändler selbst hatten die Kürzung der Zeiten beantragt.

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Die Stadtverwaltung begründet die Änderung mit dem Kaufverhalten der Kunden. Besucht ist der Wochenmarkt vor allem am Vormittag, nachmittags lässt das Interesse spürbar nach. Das kann Käsehändler Christoph Kirschbaum bestätigen. Während die Kunden an seinem Verkaufswagen an den Vormittagen auch mal Wartezeiten hinnehmen müssen, lässt der Zustrom am Nachmittag stark nach. „Um 14 Uhr ist das Gros der Kunden durch, bis 15 Uhr kommen sie noch vereinzelt“, erklärt Kirschbaum. Den Rest des Nachmittags herrscht Flaute – aber eigentlich hat der Markt bis 18 Uhr geöffnet.

Kirschbaum hält das für übertrieben. „Man muss bedenken, dass die Händler zu Hause noch eineinhalb Stunden Nacharbeit haben.“ In der Praxis halten es auch die wenigsten Händler bis zum Ende des Markttages aus. „Manche packen schon um 12 Uhr ein. Das geht auch nicht und macht den Markt kaputt“, so Kirschbaum. „Eine Marktzeit bis 15 Uhr wäre für uns ideal.“ Er gibt auch zu bedenken, dass an Imbissständen und der Hähnchenbräterei bis zum späteren Nachmittag Betrieb herrscht.

Auch bei den Anfangszeiten für den Wochenmarkt soll es eine Verschiebung geben. Er soll erst eine halbe Stunde später ab 8.30 Uhr geöffnet werden. „Ich werde weiter um 8 Uhr öffnen“, meint Kirschbaum. „Am Vormittag kommen viele Geschäftsleute aus der Innenstadt, bevor sie ihre Läden öffnen.“

Die Stadtverwaltung will auch in weiteren Punkten das Markttreiben neu ordnen. So werden die Märkte am Freitag und Sonnabend als reine Frischmärkte festgeschrieben. Auch der Abbau des Marktes bei Wetterunbilden wie Sturm soll klar geregelt werden. Da habe es vermehrt Missverständnisse und eigene Auslegungen der einzelnen Markthändler gegeben, so die Verwaltung. Wenn sich Unwetter ankündigt oder der Markthändler einen wichtigen Termin hat, ist der frühere Abbau des Standes mit dem zuständigen Marktleiter bei der Stadtverwaltung abzustimmen.