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28 Menschen in Roßweiner Pflegeheim positiv getestet

Bewohner, Mitarbeiter und ein Handwerker sind betroffen. Das ist bereits die zweite Welle in der Einrichtung.

Das Seniorenpflegeheim ist erneut von Corona betroffen.
Das Seniorenpflegeheim ist erneut von Corona betroffen. © Lars Halbauer

Roßwein. Mit 23 Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage führt Roßwein die Rangliste der Corona-Infektionen in Mittelsachsen an (Stand 22. Februar).

Auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Freitag (26) leicht gesunken sind, steht für die Stadt immer noch ein Inzidenzwert von 306,6 zu Buche. Damit rangiert Roßwein hinter Geringswalde (382,5) und Bobritzsch-Hilbersdorf (367,5) auf dem dritten Platz.

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Eine Ursache für das Emporschnellen der Zahlen ist im Seniorenpflegeheim Berta Börner zu finden. Dort ist ein massiver Anstieg positiv getesteter Personen zu verzeichnen, wie Thomas Richter, Geschäftsführer der Diakonie Döbeln bestätigt. Seit der ersten Impfung vor drei Wochen haben sich 28 Personen infiziert. „Aktuell sind 15 Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv getestet“, sagte Richter.

Drei Bewohner im Krankenhaus

Drei Bewohner seien ins Krankenhaus gebracht worden. „Nach meinem Wissensstand müssen sie aber nicht beatmet werden“, so Richter. Er hoffe, dass durch die erste Impfung die Verläufe milder seien.

Zum Zeitpunkt des ersten Impftermins hatte es keinen positiven Test gegeben. Am Dienstag steht die zweite Impfung auf dem Programm. Dies gelte natürlich nicht für positiv Getestete. „Wir haben das mit dem DRK abgesprochen“, so der Geschäftsführer.

Wie sich das Virus so schnell ausbreiten konnte, dafür hat Thomas Richter keine schlüssige Erklärung. Die Mitarbeiter werden jeden Tag getestet. Auch bei Besuchern muss ein Schnelltest durchgeführt werden. Ist der negativ, dürfen sie zu ihren Angehörigen.

Schnelltests sind probates Mittel

Für Thomas Richter sind die Schnelltests aber auch ein probates Mittel, um eine noch höhere Ansteckung zu verhindern. So sei ein Monteur, der im Heim einen Auftrag ausführen sollte, positiv getestet worden. Er habe die Einrichtung natürlich sofort verlassen und sich vorerst in Quarantäne begeben.

Über das vergangene Wochenende hat es zunächst einen Besuchsstopp für das Seniorenpflegeheim gegeben. Ob der aufgehoben oder doch verlängert wird, darüber wollen Geschäftsführer und Pflegeleitung am Dienstag beraten.

Bereits im November des vergangenen Jahres waren 17 Bewohner sowie fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mit großem Einsatz aller Mitarbeiter sei die Situation damals gemeistert worden. Bis zu dem erneuten Ausbruch jetzt im Februar habe es danach keine Corona-Fälle gegeben, so Richter.

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