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Das ändert sich 2021 in der Region Döbeln

Im April eröffnen Bereitschaftspraxen. Die Gebühren für Konten und Busfahren steigen, aber der Strom wird günstiger.

Bereits Seit Oktober 2019 verfügt die Elblandklinik in Meißen über eine kassenärztliche Bereitschaftspraxis. Im April werden auch in Mittelsachsen drei derartige Einrichtungen öffnen.
Bereits Seit Oktober 2019 verfügt die Elblandklinik in Meißen über eine kassenärztliche Bereitschaftspraxis. Im April werden auch in Mittelsachsen drei derartige Einrichtungen öffnen. © Claudia Hübschmann

Region Döbeln. Bereitschaftspraxen, Personalwechsel, neue Tarife für Bus und Bahn – der Jahreswechsel bringt wieder einige Veränderungen in der Region mit sich. Sächsische.de hat die wichtigsten Neuerungen 2021 für Sie zusammengefasst.

Der Landkreis bekommt drei Bereitschaftspraxen.

Zum 1. April wird der kassenärztliche Bereitschaftsdienst im Landkreis Mittelsachsen reformiert. In den drei Kliniken in Döbeln, Mittweida und Freiberg werden Bereitschaftspraxen eröffnet. Zudem soll ein zentral organisierter Fahrdienst etabliert werden. Entsprechende Planungen bestätigte André Reiche von der Pressestelle der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS). Die Vermittlung soll weiterhin über die Rufnummer 116117 erfolgen.

Familie und Kinder
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Auswirkungen hat die Reform vor allem auf Eltern, die außerhalb der regulären Sprechzeiten mit ihrem Nachwuchs zum Arzt müssen. Denn ihnen wird nur noch bis April von den vor Ort ansässigen Kinderärzten geholfen, die sich derzeit noch in den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechzeiten sowie an Wochenende und Feiertagen reinteilen. Ab 1. April müssen die Eltern mit den erkrankten Kindern bis nach Mittweida fahren.

Helios-Klinik in Leisnig betreut keine Entbindungen mehr

Schwangere aus der Region Döbeln, die in einem Krankenhaus ihr Kind zur Welt bringen wollen, werden zukünftig unter anderem nach Schkeuditz, Grimma oder Mittweida fahren müssen. Aus einer vorübergehenden Schließung der Geburtshilfe an der Helios-Klinik in Leisnig Ende 2020 ist eine dauerhafte geworden. Ab dem 4. Januar verweist die Klinik die Schwangeren zur Geburt an die Helios-Klinik nach Schkeuditz.

Grund für diese Entscheidung sind personelle Probleme, hieß es Ende 2020 in einer Mitteilung der Helios-Klinik. Sowohl Fachärzte als auch Fachpersonal würden fehlen, um die dauerhafte qualifizierte stationäre Betreuung der werdenden Mütter rund um die Uhr aufrecht zu erhalten.

Stadtwerke Döbeln senken die Strompreise

Alles wird teurer? Nicht alles. Im neuen Jahr senken die Stadtwerke Döbeln die Strompreise. Das Unternehmen hatte sich an der Strombörse fürs nächste Jahr mit günstigem Strom eindecken können und gibt die Ersparnis an die Kunden weiter. Bei einem Haushaltkunden mit 1.500 Kilowattstunden Verbrauch sind das knapp 9 Euro weniger. Bei einer Familie, die 4.000 Kilowattstunden verbraucht, werden rund 23 Euro weniger auf der Rechnung stehen. Allerdings werden die Stadtwerke die Gaspreise leicht erhöhen. Für einen Kochgaskunden macht das reichlich 20 Cent Mehrkosten im Jahr aus, für einen Eigenheimbesitzer mit Gasheizung um die sechs Euro.

Gebühren statt Entgelte beim Abwasser in Döbeln

Der Abwasserzweckverband Döbeln wird ab 2021 Gebühren statt Entgelte bei seinen Kunden abrechnen. Das ist nicht nur ein formeller Akt, sondern hat einen handfesten Hintergrund. Ab 2021 müsste der Verband Umsatzsteuer abführen, der Abwasserpreis würde steigen. Steuern werden aber nicht bei Gebühren erhoben, deshalb kann der Abwasserpreis bleiben, wie er ist. Der Kalkulationszeitraum für den Abwasserpreis läuft noch bis Ende 2022. Bis dahin wird es keine Veränderungen geben. Einen Nachteil haben die Gebühren allerdings: Der Aufwand, ausstehende Zahlungen einzutreiben, könnte für den Verband steigen, weil gegen Gebührenbescheide Widerspruch eingelegt werden kann.

Girokonten der Kreissparkasse Döbeln werden teurer

Ab dem 1. Januar zahlen die Kunden der Sparkasse für ihre Girokonten ein bis zwei Euro mehr pro Monat. So fallen für die Pakete Giro Online und Giro Classic zukünftig jeweils ein Euro mehr pro Monat an, für Giro Home und Vip jeweils zwei Euro. Bisher haben die Kunden zwischen 0,90 und 10,90 Euro monatlich je nach Modell gezahlt. Der Jahrespreis für die Sparkassencard steigt zudem von 9.90 Euro auf 12 Euro.

Grund für die Steigerung sind die anhaltenden Niedrigzinsen sowie die ständig steigenden Kosten. Knapp 35.500 Girokonten sind bei der Sparkasse Döbeln angelegt, darunter rund 33.000 als private Konten, knapp 2.500 als Geschäftskonten. „Darunter sind über 370 Vereinskonten“, sagt Jürgen Kolbe, Leiter Vertriebsmanagement.

Tarife für Busfahren steigen

Eigentlich wollte der Verkehrsverbund Mittelsachsen bereits im August 2020 die Tarife anpassen. Doch dann kam die beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer dazwischen. Der VMS entschied sich dazu, die Steuer bei 19 Prozent zu belassen, dafür aber die Tarifanpassung auf Januar 2021 zu verschieben. Mit dem Jahreswechsel treten nun die neuen Preise in Kraft.

Im Schnitt liegen diese 4,2 Prozent über den bisherigen Tarifen. Die Einzelfahrt kostet damit beispielsweise zukünftig 2,30 statt 2,20 Euro für eine Tarifzone. Der Preis für die Tageskarte innerhalb einer Tarifzone steigt von 4,40 auf 4,60 Euro. Die Wochenkarte für eine Tarifzone kostet statt 21 nun 22,70 Euro.

Stabil bleibt der Preis für das Junge-Leute-Ticket (48 Euro pro Monat) sowie für die Schülerverbundkarte (44 Euro monatlich). Senioren zahlen ab Januar 55 Euro für das Seniorenticket, bisher waren es 49 Euro. Für VMS-Kunden ab 63 Jahren neu eingeführt wird das Partnerticket für 29 Euro. Erhältlich ist dies, wenn es vom selben Konto wie das Seniorenticket bezahlt wird.

Regionalkammer unter neuer Führung

An der Spitze der Regionalkammer Mittelsachsen der Industrie- und Handelskammer Chemnitz hat es einen Wechsel gegeben. Dr. Annette Schwandtke, bisherige Geschäftsführerin der Kammer, ist in den Ruhestand gegangen.

Ihr Amt führt nun Dr. Cindy Kraus aus. Sie war bisher als Referentin Handel/Dienstleistung in der Kammer tätig und hat unter anderem die Arbeitskreise Einzelhandel organisiert.

Tourismusverband unter neuer Leitung

Zwar hat Sandra Brandt bereits im Oktober 2020 ihren Dienst in der Geschäftsführung des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland angetreten, doch ab Januar wird sie allein dafür zuständig sein.

Bis Ende 2020 stand der gebürtigen Bornaerin noch Dr. Katharina Sparrer zur Seite, welche seit 1992 die Geschäftsführung des Verbandes innehatte. Auch die 63-Jährige hat sich in den Ruhestand verabschiedet.

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