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Döbeln

5.000 Firmen in Mittelsachsen nutzen Kurzarbeitergeld

Die Arbeitslosigkeit ist im April erneut leicht gesunken. Es stehen reichlich 1.400 freie Arbeitsstellen zur Verfügung.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im April in Mittelsachsen leicht gesunken.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im April in Mittelsachsen leicht gesunken. © SZ Grafik

Mittelsachsen. Im Laufe der Corona-Pandemie haben fast 5.000 Unternehmen im Landkreis Mittelsachsen Kurzarbeitergeld angezeigt. In den Sommermonaten habe sich das Infektionsgeschehen abgeschwächt, so dass die entsprechenden Anzeigen zurückgegangen seien. Seit November sei wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Von Beginn des Jahres an haben 753 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt, im April waren es weitere 55.

Die Arbeitslosenzahl ist im Landkreis im April im Vergleich zum Vormonat um 180 Personen gesunken. Damit lag die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es 5,2 Prozent. Im April waren 8.355 Frauen und Männer arbeitslos (Vormonat: 8.535). Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozent oder zehn Personen niedriger.

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Die Entwicklung fiel damit besser aus als von März auf April 2020. „Dies liegt aber mehr am negativen Verlauf zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr und weniger an der aktuellen Entwicklung“, sagt Antje Schubert, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg. Ein Vergleich zum April 2019 zeigt, dass der Rückgang in diesem April geringer ausgefallen ist als vor zwei Jahren.

Noch 1.400 Arbeitsstellen frei

In allen Regionen ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat gesunken. In Flöha um 4,2 Prozent, in Hainichen um 3,0 Prozent, in Freiberg um 1,9 Prozent, in Rochlitz um 1,5 und in Döbeln um 1,4 Prozent.

Verglichen mit dem Vorjahr entwickelte sich die Arbeitslosenquote in den Regionen des Landkreises unterschiedlich. Gesunken ist die Arbeitslosenquote in Hainichen und Flöha um 0,1 Prozentpunkte, in Rochlitz blieb sie gegenüber dem Vorjahr gleich und in Freiberg und Döbeln stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte.

Seit Jahresbeginn wurden der Agentur für Arbeit Freiberg 1.527 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 101 oder 22,6 Prozent weniger als im Vormonat und 736 Stellen oder 32,5 Prozent weniger als im Vorjahr. „Damit bleiben die Stellenmeldungen weiter auf niedrigem Niveau“, so Antje Schubert. Insgesamt sind derzeit 1.452 Arbeitsstellen frei.

Firmen halten ihre Mitarbeiter

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit lasse sich durch zwei Tendenzen erklären: Zum einen hätten sich im April wieder mehr Menschen in Arbeit abgemeldet. 735 Menschen fanden einen neuen Job. Die Gruppe der Arbeitslosen unter 25 Jahren profitierte saisonüblich am meisten von den positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Des Weiteren sei die Zahl der Menschen, die ihren Job verloren haben, weiter gesunken.

Die Unternehmen würden versuchen, ihre Mitarbeiterzahl auf dem derzeitigen Niveau zu halten, um schnell von einer einsetzenden positiven Entwicklung profitieren zu können. Das Instrument der Kurzarbeit stabilisiere so den Markt und verhindere zusätzliche Entlassungen. Jedoch gestalte sich die Jobsuche für Menschen ohne Arbeit zunehmend schwieriger, da viele Firmen aufgrund der Kurzarbeit weniger Stellen ausschreiben.

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