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Döbeln

Auf Skiern zur Arbeit

Den Wintereinbruch haben Dorit und Jens Voigtländer mit Freude begrüßt. Auf dem Weg zur Firma können sie ihrem Hobby frönen.

Dorit und Jens Voigtländer fahren bei winterlichen Bedingungen gern mit den Skiern auf Arbeit. Der Weg übers Feld ist sogar etwas kürzer als der auf der Straße.
Dorit und Jens Voigtländer fahren bei winterlichen Bedingungen gern mit den Skiern auf Arbeit. Der Weg übers Feld ist sogar etwas kürzer als der auf der Straße. © Lars Halbauer

Waldheim. Sicherer geht es fast nicht. In den vergangenen Tagen haben sich Dorit und Jens Voigtländer die Skier unter die Füße geschnallt und sind damit auf Arbeit gefahren.

Die beiden Waldheimer arbeiten bei Endress+Hauser und wohnen an der Vogtstraße. „Der Weg übers Feld ist der kürzeste und zudem sicher, weil wir nicht auf der Straße entlang müssen“, sagt Jens Voigtländer. Vom eigenen Grundstück an der Vogtstraße geht es über den Richzenhainer Bach an zwei Gütern vorbei, übers Feld und einen Wirtschaftsweg bis zur Firma.

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Etwa zehn Minuten dauert es, bis sie ihre Arbeitsstelle auf diese Weise erreicht haben. „Meist fahren wir mit dem Fahrrad auf Arbeit, das dauert vielleicht sieben Minuten“, sagt der Apparatebaumeister, der schon über 30 Jahre bei Endress+Hauser arbeitet. Auch Laborassistentin Dorit Voigtländer ist schon etwa 20 Jahre im Unternehmen beschäftigt.

Bedingungen selten so gut

Das Skifahren gehört bei Voigtländers neben Radfahren und Inlineskaten einfach dazu. „Wenn es nicht gerade durch gewisse Umstände untersagt ist, sind wir auch gern zum Skiurlaub in Österreich“, so Voigtländer. Zunächst hatten sie sich mehr als Abfahrer probiert, vor etwa 15 Jahren haben sie sich aber auch Langlaufski angeschafft. „Nur leider konnten wir die Geräte in den vergangenen Jahren nur selten ausprobieren“, sagt der 53-Jährige.

Doch immer wenn es möglich ist, fahren sie auf diese Weise zur Arbeit. Dabei muss Jens Voigtländer neidlos anerkennen, dass seine acht Jahre jüngere Dorit schon mal schneller unterwegs ist. „Sie hat früher Leichtathletik gemacht und ist gut in Form.“

Sonntagstour nach Schweikershain

Doch nicht nur für den Weg zur Arbeit werden die Bretter untergeschnallt. „So oft es geht, sind wir draußen“, sagt der Waldheimer. Am Sonntag haben er und seine Frau das schöne Wetter zu einem Ausflug nach Schweikershain genutzt. Über Richzenhain und Aschershain ging es bis zum Großteich, wie ihn die Schweikershainer nennen. „Eine herrliche Strecke. Etwa sechs Stunden waren wir unterwegs. Sogar Rehe haben wir gesehen“, freut sich Voigtländer. Auch auf dem Weg von und zur Arbeit sei es herrlich, die Natur zu beobachten. Es könne schon mal passieren, dass der Hase vorbei hoppelt.

Schade, dass jetzt schon wieder Tauwetter angesagt ist. Doch der Weg übers Feld lässt sich nicht nur mit Skiern bewältigen. „Wenn es trocken ist, gehen wir die Strecke auch gern zu Fuß. Aber egal, ob mit Brettern oder ohne, zuhause schmeckt der Kaffee nach sportlicher Betätigung noch mal so gut“, so Voigtländer.

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