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Badevergnügen ohne Test

Fallende Inzidenzen machen einen Negativtest hinfällig. Die große Hitze brachte den Freibädern einen guten Saisonstart.

Max, Alex, Constantin, Till sind Kumpels und zusammen ins Stadtbad Döbeln gekommen, um zu tauchen, schwimmen und baden.
Max, Alex, Constantin, Till sind Kumpels und zusammen ins Stadtbad Döbeln gekommen, um zu tauchen, schwimmen und baden. © Dietmar Thomas

Von Dagmar Doms-Berger und Jens Hoyer

Region Döbeln. Es ist wieder losgegangen in den Freibädern der Region. Am Sonnabend, dem bisher heißesten Tag des Jahres, drängten eine Menge Leute in die Bäder, die schon seit einigen Tagen geöffnet haben. Grundvoraussetzung ist ein genehmigtes Hygienekonzept, das etwa die Besucherbeschränkung definiert und den Mindestabstand zu Fremden von 1,50 Metern garantiert. War ein Freibadbesuch in den ersten Tagen nach Öffnung nur mit einem tagesaktuellen Negativtest bzw. einem Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich, gab es nun Entspannung mit dem Fallen der Inzidenz unter 35 in Mittelsachsen. Seit dem 15. Juni gilt in den Freibädern: es muss nicht mehr getestet werden. Das sorgt für große Entspannung bei Badbesuchern und beim Personal. Die Besucherzahl stieg deutlich an.

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Generell gilt weiterhin die Einhaltung der Hygieneregeln und die Erhebung der Kontaktdaten zur Nachverfolgung. Jeder muss seine Daten am Eingang hinterlassen.750 Badegäste waren allein am Sonnabend ins Döbelner Freibad gekommen. „Wir sind zufrieden und freuen uns, dass wir wieder etwas tun können und die Gäste es annehmen“, sagte Silvia Schlegel, die stellvertretende Badleiterin. Die Gäste seien über den Tag verteilt gewesen, deshalb sei die maximal zulässige Besucherzahl von 800 nie erreicht worden. „Es ist vielleicht noch nicht zu allen durchgedrungen, dass es keine Testpflicht gibt“, so Silvia Schlegel.

Großer Andrang auch im Freibad Wolfstal. „Wir hatten am Sonnabend mehr als 650 Gäste. Das ist eine richtig gute Zahl“, sagte Badleiter Jens Göhler. Schon der Saisonstart sei gut gewesen. Seit 12. Juni hat das Freibad geöffnet. Mit Wegfall der Testpflicht am Dienstag war deutlich zu merken, dass die Besucherzahl stieg. „Am Donnerstag hatten wir 400 Besucher“, so Göhler. Diese Größenordnung sei für einen Wochentag sehr gut. „Wir hoffen, dass die behördlichen Bedingungen uns weiterhin eine gute Badesaison erlauben“, so der Badchef.

Joseline Amutuhaire-Ondrusek genießt im Freibad Gebersbach das schöne Wetter mit ihrem Sohn Tukesiga.
Joseline Amutuhaire-Ondrusek genießt im Freibad Gebersbach das schöne Wetter mit ihrem Sohn Tukesiga. © Dietmar Thomas
Ein neues Spielgerät für die Kinder gibt es im Freibad Wolfstal in Roßwein.
Ein neues Spielgerät für die Kinder gibt es im Freibad Wolfstal in Roßwein. © Dietmar Thomas
Sina und Pascal stürzen sich mit Salti im Stadtbad Leisnig ins kühle Nass.
Sina und Pascal stürzen sich mit Salti im Stadtbad Leisnig ins kühle Nass. © Dietmar Thomas

Neu in dieser Saison ist das Klettergerüst für die kleinen Badbesucher. Das Spielgerät hat die Form eines Piratenschiffes und besteht aus langlebigem Robinienholz. Erst am Montag wurde es montiert. Gestern Vormittag wurde der Boden geglättet, so dass es noch am Nachmittag von den kleinen Badbesuchern eingeweiht werden konnte.

Das Wasser hat eine Temperatur von angenehmen 24 Grad. In den Nachmittagsstunden kann es sich schon mal auf 26 Grad erwärmen. Der einzige Aufwand für den Badbesuch bleibt die Kontakterhebung. Das Erfassen ihrer Daten wird von den meisten Besuchern ohne Kommentar erledigt. Nachfragen hat es lediglich bei denen gegeben, die mehrmals in der Woche das Bad besuchen. Aber die Kontaktdaten müssen täglich neu für den aktuellen Badbesuch erhoben werden. Dass Besucher mit Wartezeiten rechnen müssen, glaubt Göhler nicht. Ins Freibad dürfen zeitgleich maximal 750 Besucher. Diese Zahl sei im vergangenen Jahr an nur zwei Tagen erreicht worden. Wegen der Datenerfassung ist der Zugang zum Freibad nur über den Haupteingang von Seifersdorf möglich, der Wolfstaler Zugang bleibt geschlossen.

Entspanntes Badevergnügen auch im Familienbad in Gebersbach, das seit 16 Jahren vom WelWel Döbeln bewirtschaftet wird. Mit dem Wegfall der Testpflicht und Beginn der Hitze stieg die Besucherzahl deutlich. „Am Donnerstag, als die Temperatur die 30-Grad-Marke überschritt, kamen rund 300 Besucher“, so Geschäftsführer Lutz Iwan. Am Sonnabend seien es über den Tag verteilt etwa 450 Gäste gewesen. Die maximal zulässige Anzahl von 320 sei nie erreicht worden.

Mit dem Wegfall der Testpflicht sieht Lutz Iwan eine enorme Erleichterung im Betriebsablauf. Die Testpflicht hätte sicher viele Leute vom Badbesuch abgehalten. Das Bad verfügt über ein Sport- sowie ein Nichtschwimmerbecken ebenso über einen Imbiss. Auf der Internetseite informiert der Betreiber außerdem darüber, dass auf den Beachvolleyballfeldern gebaut wird.

Im Leisniger Bad tummelten sich am Sonnabend etwas über 400 Leute – das ist weit entfernt von der zulässigen Zahl von 500. „Das ist ein ständiges Kommen und Gehen“, sagte Michael Gensch. Das Freibad in Leisnig hat seit dem 5. Juni geöffnet. Wasserspaß und Badevergnügen bietet die Wasserfläche von 700 Quadratmetern. Weiteren Zeitvertreib bieten die Beachvolleyballanlage sowie die Tischtennisplatte. Für die kleinen steht ein großer Kinderbereich mit Matschstrecke zur Verfügung. Auf ihrer Internetseite gibt die Stadt Leisnig den Hinweis, dass sich Besucher über die Corona Warn App direkt einchecken können. Der QR Code für den Check-in hängt vor Ort am Eingangsbereich des Bades aus. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kann man sich auch vorab das Kontaktformular von der Website herunterladen und ausfüllen.

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